Ringrechner für Fliegenruten |
Jeronimo66
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Dabei seit: 19.11.2016
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| Ringrechner für Fliegenruten |
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Moin,
keine Ahnung was mich genau geritten hat diesen Ringrechner zu konzipieren. Da ich nach wie vor recht viele Ruten baue, nervt mich das ständige Rumrechnen, Messen und Schieben schon lange. Dazu kam ein Ringrechner der mir nicht zugesagt hat und die Möglichkeit eine Zeitlang gratis mit einer KI rumzuspielen. Auch wenn einen diese manchmal in den Wahnsinn treiben kann, so ist sie doch unbezahlbar um die notwendigen Formeln zu erstellen oder einem die Excel Logik zu erklären. Trotzdem erstaunlich wie stumpf sie manchmal offensichtliche Fehler macht, oder wieder einmal klar formulierte Bedingungen vergisst. Es hat deshalb viele Stunden und dutzende verworfene und völlig verrannte Dateien gebraucht. Zu viele, um dann einfach aufzugeben. Von linearen über progressive Ringverteilungen, Mischformen davon und Verschiebungsmodellen bei Ferullenkonflikten war alles dabei. Ich habe dabei auch vieles nochmal recherchiert und mir aus den Informationen die umsetzbaren Dinge herausgezogen, die mir persönlich sinnvoll erschienen.
Meine Gedanken und Grundvorstellungen sollten sich grob aus den Infos und Erklärungen ergeben. Nicht alles ist perfekt, ich habe aber versucht die Ringverteilung an die Aktion anzupassen soweit es mir, zusammen mit der KI, bei Excel gelungen ist. Man kann bei einigem sicher anderer Ansicht sein, aber man muss den Rechner ja nicht nutzen. Meine erste Rute habe ich mit dem Rechner auch schon gebaut und die zweite wird gerade vorbereitet. Ich finde das Tool für mich sehr hilfreich, um die Ringe erstmal unkompliziert zu platzieren.
Über ein Feedback würde ich mich freuen, gerne auch mit kritischen Bemerkungen. Ich hoffe ich habe keine groben Kinderkrankheiten übersehen, irgendwann hat man einfach keine Lust mehr es zu überprüfen. Die KI hat natürlich hunderte an Kombinationen durchgerechnet, aber ob sie das richtig gemacht hat? Sollten euch Fehler auffallen würde ich sie gerne erfahren. Ich dürft bei Gefallen den Rechner gerne weitergeben oder verlinken, solange es keinen kommerziellen Zwecken dient.
Leider lässt sich die Datei nur als .xls hier hochladen. Bei mir funktioniert sie aber so, wie auch in ihrem ursprünglichen .xlsx Format.
Gruß
Carsten
Achtung! fast und x-fast läuft noch nicht richtig! lasste den Rechner trotzdem erstmal stehen, kann etwas dauern bis das problem gelöst ist.
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11.04.2026 00:02 |
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Servus Carsten,
erstmal Dankeschön! Kannst Du mir erklären welchen mathematischen Ansatz/Formel Du benützt hast?
Ich habe mal in die Zelldefinition gesehen, aber welcher Logik das unterliegt wird für mich nicht deutlich.
LG,
Frank
__________________ Die Hölle von der Leine - SOR Competition Spey Casting
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11.04.2026 10:13 |
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Hi,
ja cool, schönes Ding.
Ich habe für meine Arbeiten mit Ki Assistenten eine für mich passende Regel erstellt und so lange verändert, bis ich da etwa in die Richtung kamm, dass es mein Blut nicht zu sehr in Wallung bringt, was da so angeboten wird. Das stelle ich jetzt immer voran und lass mir bestätigen, dass es verstanden ist. Die Assistenten verfallen zwar auch dann noch zurück in teilweise aufregende Fehlfunktionen, aber naja.
So als Anregung, bzw. was ich mir gut vorstellen kann, wenn das Ein/Ausgabeblatt mit der Berechnung zusammen in einer Tabelle wäre (bzw. alles auf einem Blatt), ist ja doch schon die Hälfte vom Berechnungsblatt in dem ersten Blatt und die Hälfte vom Zweiten Blatt im ersten quasi. Dann kann man das Blatt einfach doppeln, für die nächste Rute, man hat ja doch oft mehr als eine gleichzeitig am Wickel oder will die Daten für später haben. Sonst muss man ja immer zwei Blätter doppeln bzw. kopieren und die Formeln drinnen etwas umändern. Ja und dann vielleicht irgendeinen anderen Namen, für das Blatt, damit es den Bezug zur Rute erlaubt. Rutendaten "Name", oder so.
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
Und es gibt keine Rutenklassen.
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11.04.2026 16:13 |
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Jeronimo66
Moderator
  

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Beiträge: 2.446
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von fly fish one
Servus Carsten,
Kannst Du mir erklären welchen mathematischen Ansatz/Formel Du benützt hast?
LG,
Frank |
Moin,
nein, kann ich nicht! Schon gar nicht genau. Dafür war der Weg zu lang und verschlungen. Leider ist Chat GPT nicht wirklich gut bei mathematischen Problemen und Excel. Hätte es auch lieber mit Copilot versucht, da hätte ich aber eine Bezahlversion kaufen müssen.
Ziel war es aktionsangemessene Ringabstände zu bekommen. Also z.B. bei fast ein geringerer Anstieg am Anfang der sich nach hinten hin etwas öffnet oder bei slow eine gleichmäßigere Verteilung mit geringerem Anstieg.
Die KI sagt, dass es bei allen Aktionen nach folgender Formel läuft:
Abstandₙ = Startabstand + (n - 1) · Delta + (n - 1)² · Quadratikanteil
Also:
linearer Anteil --> gleichmäßige Steigerung
quadratischer Anteil --> progressive Öffnung nach hinten
Ziel: letzter Ring trifft exakt den Leitring
In kurz: Eine progressive (quadratische) Abstandsreihe plus einer nachträglichen Normierung auf die Zielposition des Leitrings. Und das für jede Aktion angepasst.
Und danke für deine Nachfrage. Die KI hat gerade erkannt, dass es bei fast und x-fast noch nicht sauber ist. Finde ich auch, gefällt mir gar nicht. Auch Verbesserungsvorschläge hat sie gleich gemacht.
Mal sehen, hat sie schon oft, aber meist wurde es nicht wirklich besser.
@Rene': Stimmt, alles auf einem Blatt wäre vorteilhaft. Wollte ich ursprünglich auch, nach der ersten zerschossenen Version haben wir dann aber das Eingabeblatt von den Berechnungsblättern getrennt und für jede Aktion getrennt erstellt. Erst fast am Ende haben wir die Aktionen dann zusammengefasst und versucht die Übergänge fließend zu machen. Das haben wir aber bisher nur mit den Startabständen, der Powerfaktor springt noch. Da die Unterschiede aber sowieso nicht dramatisch sind, sondern eher subtil, war mir das egal. Dabei habe ich aber anscheinend übersehen, dass die Ringabstände bei schnellen Ruten nicht passen.
Danke für eure Rückmeldung. War der fehlende Anstoß sich dem Ganzen nochmal zu widmen. Muss da noch mal bei, zumindest bei fast und x-fast.
Lasse den Rechner trotzdem erstmal stehen.
Ist schon spannend so eine Entwicklung eines Tools. Habe ich in dieser Art noch nie gemacht, macht mir aber tatsächlich Spaß. Leider viel zu zeitaufwändig gerade jetzt wo die Forellensaison langsam in Fahrt kommt.
Gruß
Carsten
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12.04.2026 07:37 |
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Also ich verstehe die Formel, da wird der Bereich(Strecke) zwischen ersten, bzw. obersten Ring und Startring durch die Anzahl der Ringe aufgeteilt (bei 10 Ringen, 9 Abstände). Diese Strecke ist nun wieder abhängig von der Griffoberkante und der Körpergöße (position des Startrings), und der gesamten freien Rutenlängen, die sich da ergibt. Also nicht ganz ander als der Faden mit Ringrechner, in dem Du die letzten Tage unterwegs warst (hatte ich zufällig bemerkt), nur das Du hier noch die Regel für die Abstandbildung mit der Steigung variabel beeinflusst. Eine Steigung ergibt sich aus dem PWF, der sich aus den Messwerten für die Winkel ergibt. Ansonsten stehen ja die Formeln da und man kann das gut nachvollziehen, finde ich. Aber ich habe da nicht so genau geschaut, um da einen Fehler zu sehen, da in der Version ja nur der eine PWF und damit nur eine Steigung eingetragen ist. Das ist ja dann sowas wie der Mittelwert oder Allround, nehme ich an. Ich habe nichts mit mit anderen Steigungen bzw. PWF versucht, ich habe ja keine Erlaubnis, was zu verändern
.
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12.04.2026 10:46 |
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Reinhard 02
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Beiträge: 3.460
Herkunft: BaWü, Heidelberg
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ok Carsten, wenn du Rückmeldungen möchtest...
Ich halte wenig von dem Ganzen, weswegen ich mich auch nicht gemeldet habe.
Schon von den "normalen" Ring-Abstand-Bemessungstabellen ect. halte ich nichts.
Warum?
1. All diese theoretischen Berechnungen können nicht auf die genaue Biegekurve eingehen - Einfalls- und Ausfallswinkel der Schnur in den Ringen, da sie diese nicht kennen.
Fast, X-Fast ect. sagt nichts über die genaue Biegekurve aus. ( Wenn man diese Winkel überhaupt genauer berücksichtigen möchte....)
2. Selbst wenn der KI die genaue Biegekurve bekannt wäre - wie wichtig ist es tatsächlich für Wurfweite und Wurfgenauigkeit, genau auf die Winkel der Schnur zu achten?
3. Kennen die Berechner die genauen Längen der einzelnen Rutenteile und können diese berücksichtigen?
4. Würdet ihr - wenn der Berechner es verlangt - zb. einen Schlangenring genau unterhalb einer O/U Verbindung setzten? Mit einem Abstand von zB. 1,5cm? Ich nicht.
( Aber ich setzte zB. auch mal einen etwas höher stehenden 1-Beinring mit Einlage direckt unter eine O/U, denn der hält die Schnur auf Abstand zum dicken Teil der Verbindung. ( Wie wichtig die Reibungsverluste wären..wer weiß es....)
5. Ein guter Rutenbauer sollte ohne Hilfsmittel gut zu gebrauchende Ringabstände finden können.
6. Der Herr Steiner - Gründer von RST - hat schon vor vielen Jahren behauptet, daß er seine Ringabstände vom Computer berechnen lässt. Dabei verwendet er eher weniger Ringe als üblich und hat häufig einen zu großen Abstand zwischen dem Führungsring und dem nächsten Ring. Dort hängt die Schnur beim Schiessenlassen deutlich durch und führt dadurch bestimmt nicht zu einer besseren Performance - behaupte ich jetzt mal.
Daher interessiert mich diese Thema weniger, aber es ist ja Rückmeldung erbeten.
Reinhard
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Reinhard 02: 12.04.2026 18:02.
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12.04.2026 11:39 |
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