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| Beringungskonzepte an Fliegenruten |
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Hallo,
beschäftige mich gerade mit o.g. Thema. Gibt es jemanden, der z.B. schon mal hochstehende Leitringe verbaut, ähnlich einem NGC bei Spinnruten?
Hintergrund ist, dass ich von Rutenbauern las, die darauf schwören, um den Schnurwinkel zwischen Rolle und Startring und auch im weiteren Schurverlauf weniger steil zu gestalten. Man kann natürlich die Schnur durch die Hand beim Drill gleiten lassen, mit der man den Blank hällt. Ich habe aber auch schon Videos gesehen, wo über die Bremse gedrillt wurde und bei harten Drills, vom Boot etwa, die Rute zwischen Handteil und Startring brach, was ich persönlich auf den sehr steilen Schnurwinkel zurückgeführt habe.
Ein Rutenbauer schrieb davon, dass er eigentlich Fliegenrutenringe bei seinen Aufbauten vorzieht, aber bei Verwendung von Ringen mit Einlagen, bei der kompletten Beringung, eine Wurfweitenerhöhung verzeichnen konnte und dies auf weniger Schnurreibung zurückführt.
Gibt es da Erfahrungen?
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
Und es gibt keine Rutenklassen.
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16.03.2014 15:57 |
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laverda
User

Dabei seit: 10.10.2009
Beiträge: 1.324
Herkunft: Linker Niederrhein
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Hi Habite,
mit der Beringung von Fliegenruten habe ich mich sehr ausführlich beschäftigt und bin zu folgendem Schluss gekommen:
Bei harten Drills biegt sich die Fliegenrute i.d.R. auf fast gesamter Länge und die Winkel der Schnurführung sind m.E. geometrisch nur aufgrund der Ringabstände relevant. Wie weit ein Ring abstegt, ändert bei gebogener Rute nichts an der Rutenbelastung. Die Belastung auf den einzelnen Ring ist sehr gering und wenn der Winkel aufgrund des Abstandes zum Blank um einige 10tel Grad geändert wird, ist die Belastungsdifferez marginal.
Ganz anders sieht es bei den Abständen aus. Sind die zu groß, d.h. der Umlenkwinkel der Schnur, dann entsteht daraus ein großer Reibungswiderstand. Dabei muss man beachten,dass die Gleitreibung IMMER deutlich geringer als die Haftreibung ist. Dies bedeutet: Wird die Schnur im Drill verlängert oder verkürzt, gleitet also in den Ringen, ist dieser Widerstand sehr viel geringer als wenn die gestoppte Schnur wieder frei gegeben werden muss. Je stärker die Rute gebogen ist, bzw je größer die Umlenkwinkel der Schnur am Ring sind, desto größer wird der Haftwiderstand, auch im Verhältnis zum Gleitwiderstand.
Der gleiche Effekt tritt bei JEDER Rollenbremse auf, d.h. der Anlaufwiderstand ist IMMER größer als der Bremswiderstand bei abziehender Schnur.
Ich schätze, wir alle kennen diesen Effekt nur zu gut, wenn wir einen großen Fisch "aus der Hand drillen".
Diese beiden "Haftreibungserscheinungen" können bei explosiv startender Flucht gegen die Rollenbremse zum Schnur-/Gerätebruch führen.
Zum Werfen mit "Ringeinlage": Verminderter Reibwiderstand erhöht die Wurfweite. Mir sind diese Ringe allerdings einfach zu schwer. Auch aufgrund o.g. Effekte bevorzuge ich eine Beringung mit vergleichsweise kleinen Ringabständen und daher größerer Anzahl an Ringen sowie größere Ringdurchmesser. Reibungseffekte treten zudem sehr stark im Vorschwung bei Zugunterstützung auf, auch da kann man durch entsprechenden Aufbau und Ringwahl einiges beeinflussen.
Besten Gruß vom platten Niederrhein
__________________ Fliegenruten werfen Masse................nicht Klasse!!
http://www.flyran.de
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von laverda: 17.03.2014 11:24.
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17.03.2014 08:44 |
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