Vergleich von Originalspitze mit Vollcarbonspitze (Solitip) - Was verändert sich? |
|
|
Hi,
ja ich hatte extra ein wenig abgewartet um zu fragen, aber da ist ja nun das Fazit. Also vielen Dank, für das Teilen und Mitteilen, vor allem auch danke, bzw. Anerkennung, für den ganzen Aufwand, den das gebraucht hat. Und ja es ist interessant und führt mich zu der Erkenntniss, dass ich da nie so einen Aufriss machen werde. Habe ich bisher auch nie, einfach passende Spitze rein, etwas gekürzt bei Bedarf, funktioniert. Aber ich habe auch noch keine Fliegenrute mit einem soliden Teil in der Spitze, bzw. ich habe noch keine abgebrochen und repariert. Nur Spinnruten. Nur eine mit Reparatur ist noch in meinem Besitz.
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
Und es gibt keine Rutenklassen.
|
|
09.03.2026 09:54 |
|
Der Betreiber des Rutenbauforums distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieses threads. Für dessen Inhalt ist alleine der Verfasser verantwortlich.
Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzten so informieren Sie diesen bitte.
|
|
miso
User

Dabei seit: 20.01.2021
Beiträge: 1.346
Herkunft: Wilder Süden
 |
|
Hallo Carsten,
ich habe interessiert mitgelesen und Dir und mir Kommentare erspart
Ich wollte Dir an der Stelle für Deine Arbeit und Veröffentlichung danken
Wenn das Ergebnis auch sehr viel Platz zur Interpretation lässt, so war es doch für Dich und viele Mitleser sicher eine gute und interessante Erkenntnis.
Jedenfalls annimiert es mich dazu jetzt endlich mal meine Messanlage aufzubauen.
Grüße und TL
Michael
__________________ "Schützt die Würmer, fischt mit der Fliege"
|
|
09.03.2026 09:55 |
|
Der Betreiber des Rutenbauforums distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieses threads. Für dessen Inhalt ist alleine der Verfasser verantwortlich.
Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzten so informieren Sie diesen bitte.
|
|
Reinhard 02
User
Dabei seit: 25.12.2010
Beiträge: 3.452
Herkunft: BaWü, Heidelberg
 |
|
| Zitat: |
Original von Jeronimo66
Moin,
Wirklich interessieren tun mich dann nur noch zwei Dinge.
Warum nehme ich die gut messbaren Unterschiede nicht wahr? Hier sind wir aber nicht mehr beim Rutenbau sondern in der Bewegungswissenschaft, Psychomotorik, Sensomotorik, ….
Sind meine Erfahrungen beim Vergleich übertragbar auf andere Werfer? (Das muss dann aber weitgehend ein Blindtest sein.)
Gruß
Carsten
Ach ja, keine Ahnung ob noch viele diesen Aufriss mitgelesen haben. Wäre auf Rückmeldungen dazu gespannt. Wie ihr das Ganze einschätzt. Ob ihr den Daten und meinen Informationen mehr entnehmen könnt,... |
Erstmal vielen Dank für deine Bau- , Test- und hier Schreibbemühungen.
Daß gut meßbare Unterschiede bei 3,75° nicht unbedingt wahrnehmbar sind, wundert mich nicht.
Für mich wären dann eher die CCS Ergebnisse ausschlaggebend.
Eigentlich sollen die Solitip vor allem auf kürzeren Entfernungen sich bemerkbar machen.
Wenn du da auch eher wenig spürst, ist das für mich eine klare Aussage, natürlich abhängig von deinem Wurfstil.
Prinzipiell finde ich die Möglichkeit der Veränderung der Biegekurve im Spitzenbereich schon interessant.
Ich habe gerade einen Anfänger unter meiner Fuchtel.
Beim Werfen von 2 sehr untersschiedlichen 8´Ruten - einer alten leicht getunten Orvis Graphit und einer modernen DAM G-Fly hat sich gezeigt, daß er mit der kräftigeren Spitze und dem biegsameren unteren Bereich der Orvis besser, schöner wirft, als mit der weicheren Spitze und dem härteren Rückgrat der DAM.
Die Orvis bleibt bei ihm in der Spitze viel ruhiger als die DAM. Wobei die DAM keine wabbelige Spitze hat, aber halt diese moderne Aktion.
Nach einigen Würfen hat er dann auch mit der DAM ganz gut geworfen, er musste aber den Ryhtmus, Kraftinput ect. ändern.
Reinhard
|
|
09.03.2026 12:06 |
|
Der Betreiber des Rutenbauforums distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieses threads. Für dessen Inhalt ist alleine der Verfasser verantwortlich.
Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzten so informieren Sie diesen bitte.
|
|
Jeronimo66
Moderator
  

Dabei seit: 19.11.2016
Beiträge: 2.430
Themenstarter
 |
|
Moin,
danke für die Rückmeldungen! Das Schreiben bringt mich dazu genauer nachzudenken und ich schreibe ganz viel auf, was ich dann vor dem posten nochmal überarbeite. Das ist das was mir manchmal Mühe macht. Eine ganze Menge poste ich auch gar nicht. Bei einem Projekt finde ich es aber schon passend, wenn man den ganzen Weg dokumentiert.
@Rene‘: Ich habe da vorher tatsächlich auch keinen riesigen Aufriss gemacht, wollte es jetzt aber mal genau wissen. Spinn- und andere Ruten sind da vermutlich differenzierter zu betrachten, haben ja ganz andere Anforderungen und Beschleunigungen als eine Fliegenrute.
Meine Solidtips bei Spinnruten sind mir auch immer auf Anhieb gelungen. Kein Wunder, da ist ja anscheinend nicht so wichtig, dass die Spitze eine genau definierte Biegsamkeit hat. Bei jeder Rute, wo ich die Rückmeldung über die Vibration des Blanks haben möchte, würde ich Vollspitzen möglichst meiden. Sobald die Köder sehr leicht werden oder man die optische Rückmeldung braucht werden sie ja schon lange eingesetzt. Vermutlich macht es hier auch nicht so den Unterschied.
@Michael: Ich habe tatsächlich sehr viele Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt mitgenommen. Die Technik für Solidtips und CF Manschetten habe ich zur „Serienreife“ gebracht. Mein Verständnis von Rutenvermessung habe ich vertieft und auch einen neuen Lack gefunden. Und vieles andere mehr! Ein vollständiges Set an doppelten Rollen und Schnüren von #3-#8 habe ich jetzt auch endlich. Jetzt kann ich Ruten miteinander vergleichen, ohne meine Lieblingsschnüre zu belasten. Das mache ich auch wirklich gerne. Am wichtigsten ist mir aber, dass ich vieles was ich eigentlich schon zu wissen glaubte etwas mehr verstehe. Oder zumindest glaube es besser zu verstehen.
@Reinhard:
[quote]Original von Reinhard 02
Erstmal vielen Dank für deine Bau- , Test- und hier Schreibbemühungen.
Reinhard[quote]
Ich war stets bemüht!
Mein Wurfstil spielt bei dem Vergleich wohl keine Rolle, der sollte auf diese Entfernungen und einfachen Überkopfwürfen nicht schlechter sein als bei der großen Mehrheit der Fliegenfischer.
Dass das vorderste 1/7 nicht die Rutenklasse bestimmt war mir auch klar. Nur dass es anscheinend so wenig ausmacht, war mir neu. Da wird die Aussagekraft des statischen Messwertes tatsächlich, durch eine spezielle Aktionsveränderung, ein wenig ausgehebelt. Nicht nur weil es keine Veränderungen zu gering sind um die Rute deutlich in der "Wurfkraft" zu verändern. Im kurzen bis mittleren Bereich, wo die Veränderung schon statistisch deutlich sind ist die menschliche Wahrnehmung, zusammen mit einer unbewussten Bewegungsanpassung anscheinend ein begrenzender Faktor. Zumindest bei mir.
Das ändert für mich aber nichts daran, dass der 3,75° Wert bei Hohlblanks aus Carbon, mit typischen Fliegenrutenaktionen, sehr aussagekräftig ist. Man sollte aber immer die Aktion mit einbeziehen. Und ich glaube, spätestens nach diesem Projekt, dass die Mitte der Rute die entscheidendsten Rückmeldungen liefert, da sich die Rute dort schon bei kurzen Würfen biegt. Die Kraft des Rückgrats die ja besser von der ERN erfasst wird ist mehr etwas für den Drill und extreme Würfe. Die TAC Travellerspinning ist ja auch für dich eine #8, obwohl die ERN bei #10 liegt.
Zu den beiden Ruten für Anfänger. Eine Aktion die sich schon bei kurzen und mittleren Würfen weiter zur Mitte biegt, liefert nicht nur deutlichere Rückmeldungen, sie bietet vermutlich auch ein einige Millisekunden mehr Zeit für die Reaktion. Hätte grundsätzlich auch erwartet, dass die Orvis die Nase.
Gruß
Carsten
|
|
Gestern, 06:34 |
|
Der Betreiber des Rutenbauforums distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieses threads. Für dessen Inhalt ist alleine der Verfasser verantwortlich.
Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzten so informieren Sie diesen bitte.
|
|
|
|
Danke, lieber Carsten!
Ein tierischer, sehr beachtenswerter Aufriss!
Zu Reinhards Orvis u. DAM Vergleich:
Die weichen Spitzen brechen viel deutlicher und eher aufgrund der Effekte aus der CFK Überlappung in alle Richtungen aus. Die "moderne Aktion" ist die vom Prinzip der Wurfpräzision "schlechteste" Aktion, wenn sie mit sehr flexiblen Spitzen einhergeht PLUS dass sie weniger Energie aufnehmen.
Aus diesem Grund stehe ich voll auf die "alte" Aktion, die im übrigen, so scheint es für mich, in vielen modernen Top Ruten stecken, aber auch haufenweise in alten herrlichen Trümmern. Im Prinzip alle Blanks die auf Leistung im Wurf getrimmt sind, Weite PLUS Präzision. Die Kunst besteht darin, dann Spitzen zu konstruieren, die im Drill trotzdem noch Spaß machen.
LG,
Frank
__________________ Die Hölle von der Leine - SOR Competition Spey Casting
|
|
Heute, 09:41 |
|
Der Betreiber des Rutenbauforums distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieses threads. Für dessen Inhalt ist alleine der Verfasser verantwortlich.
Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzten so informieren Sie diesen bitte.
|
|
|
Impressum
Datenschutzerklärung (DSGVO)
|