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Geschrieben von Jeronimo66 am 11.04.2026 um 00:02:
Ringrechner für Fliegenruten
Moin,
keine Ahnung was mich genau geritten hat diesen Ringrechner zu konzipieren. Da ich nach wie vor recht viele Ruten baue, nervt mich das ständige Rumrechnen, Messen und Schieben schon lange. Dazu kam ein Ringrechner der mir nicht zugesagt hat und die Möglichkeit eine Zeitlang gratis mit einer KI rumzuspielen. Auch wenn einen diese manchmal in den Wahnsinn treiben kann, so ist sie doch unbezahlbar um die notwendigen Formeln zu erstellen oder einem die Excel Logik zu erklären. Trotzdem erstaunlich wie stumpf sie manchmal offensichtliche Fehler macht, oder wieder einmal klar formulierte Bedingungen vergisst. Es hat deshalb viele Stunden und dutzende verworfene und völlig verrannte Dateien gebraucht. Zu viele, um dann einfach aufzugeben. Von linearen über progressive Ringverteilungen, Mischformen davon und Verschiebungsmodellen bei Ferullenkonflikten war alles dabei. Ich habe dabei auch vieles nochmal recherchiert und mir aus den Informationen die umsetzbaren Dinge herausgezogen, die mir persönlich sinnvoll erschienen.
Meine Gedanken und Grundvorstellungen sollten sich grob aus den Infos und Erklärungen ergeben. Nicht alles ist perfekt, ich habe aber versucht die Ringverteilung an die Aktion anzupassen soweit es mir, zusammen mit der KI, bei Excel gelungen ist. Man kann bei einigem sicher anderer Ansicht sein, aber man muss den Rechner ja nicht nutzen. Meine erste Rute habe ich mit dem Rechner auch schon gebaut und die zweite wird gerade vorbereitet. Ich finde das Tool für mich sehr hilfreich, um die Ringe erstmal unkompliziert zu platzieren.
Über ein Feedback würde ich mich freuen, gerne auch mit kritischen Bemerkungen. Ich hoffe ich habe keine groben Kinderkrankheiten übersehen, irgendwann hat man einfach keine Lust mehr es zu überprüfen. Die KI hat natürlich hunderte an Kombinationen durchgerechnet, aber ob sie das richtig gemacht hat? Sollten euch Fehler auffallen würde ich sie gerne erfahren. Ich dürft bei Gefallen den Rechner gerne weitergeben oder verlinken, solange es keinen kommerziellen Zwecken dient.
Leider lässt sich die Datei nur als .xls hier hochladen. Bei mir funktioniert sie aber so, wie auch in ihrem ursprünglichen .xlsx Format.
Gruß
Carsten
Mein überarbeiteter Rechner befindet sich jetzt weiter unten im Faden
Geschrieben von fly fish one am 11.04.2026 um 10:13:
Servus Carsten,
erstmal Dankeschön! Kannst Du mir erklären welchen mathematischen Ansatz/Formel Du benützt hast?
Ich habe mal in die Zelldefinition gesehen, aber welcher Logik das unterliegt wird für mich nicht deutlich.
LG,
Frank
Geschrieben von habitealemagne am 11.04.2026 um 16:13:
Hi,
ja cool, schönes Ding.
Ich habe für meine Arbeiten mit Ki Assistenten eine für mich passende Regel erstellt und so lange verändert, bis ich da etwa in die Richtung kamm, dass es mein Blut nicht zu sehr in Wallung bringt, was da so angeboten wird. Das stelle ich jetzt immer voran und lass mir bestätigen, dass es verstanden ist. Die Assistenten verfallen zwar auch dann noch zurück in teilweise aufregende Fehlfunktionen, aber naja.
So als Anregung, bzw. was ich mir gut vorstellen kann, wenn das Ein/Ausgabeblatt mit der Berechnung zusammen in einer Tabelle wäre (bzw. alles auf einem Blatt), ist ja doch schon die Hälfte vom Berechnungsblatt in dem ersten Blatt und die Hälfte vom Zweiten Blatt im ersten quasi. Dann kann man das Blatt einfach doppeln, für die nächste Rute, man hat ja doch oft mehr als eine gleichzeitig am Wickel oder will die Daten für später haben. Sonst muss man ja immer zwei Blätter doppeln bzw. kopieren und die Formeln drinnen etwas umändern. Ja und dann vielleicht irgendeinen anderen Namen, für das Blatt, damit es den Bezug zur Rute erlaubt. Rutendaten "Name", oder so.
Geschrieben von Jeronimo66 am 12.04.2026 um 07:37:
| Zitat: |
Original von fly fish one
Servus Carsten,
Kannst Du mir erklären welchen mathematischen Ansatz/Formel Du benützt hast?
LG,
Frank |
Moin,
nein, kann ich nicht! Schon gar nicht genau. Dafür war der Weg zu lang und verschlungen. Leider ist Chat GPT nicht wirklich gut bei mathematischen Problemen und Excel. Hätte es auch lieber mit Copilot versucht, da hätte ich aber eine Bezahlversion kaufen müssen.
Ziel war es aktionsangemessene Ringabstände zu bekommen. Also z.B. bei fast ein geringerer Anstieg am Anfang der sich nach hinten hin etwas öffnet oder bei slow eine gleichmäßigere Verteilung mit geringerem Anstieg.
Die KI sagt, dass es bei allen Aktionen nach folgender Formel läuft:
Abstandₙ = Startabstand + (n - 1) · Delta + (n - 1)² · Quadratikanteil
Also:
linearer Anteil --> gleichmäßige Steigerung
quadratischer Anteil --> progressive Öffnung nach hinten
Ziel: letzter Ring trifft exakt den Leitring
In kurz: Eine progressive (quadratische) Abstandsreihe plus einer nachträglichen Normierung auf die Zielposition des Leitrings. Und das für jede Aktion angepasst.
Und danke für deine Nachfrage. Die KI hat gerade erkannt, dass es bei fast und x-fast noch nicht sauber ist. Finde ich auch, gefällt mir gar nicht. Auch Verbesserungsvorschläge hat sie gleich gemacht.
Mal sehen, hat sie schon oft, aber meist wurde es nicht wirklich besser.
@Rene': Stimmt, alles auf einem Blatt wäre vorteilhaft. Wollte ich ursprünglich auch, nach der ersten zerschossenen Version haben wir dann aber das Eingabeblatt von den Berechnungsblättern getrennt und für jede Aktion getrennt erstellt. Erst fast am Ende haben wir die Aktionen dann zusammengefasst und versucht die Übergänge fließend zu machen. Das haben wir aber bisher nur mit den Startabständen, der Powerfaktor springt noch. Da die Unterschiede aber sowieso nicht dramatisch sind, sondern eher subtil, war mir das egal. Dabei habe ich aber anscheinend übersehen, dass die Ringabstände bei schnellen Ruten nicht passen.
Danke für eure Rückmeldung. War der fehlende Anstoß sich dem Ganzen nochmal zu widmen. Muss da noch mal bei, zumindest bei fast und x-fast.
Lasse den Rechner trotzdem erstmal stehen.
Ist schon spannend so eine Entwicklung eines Tools. Habe ich in dieser Art noch nie gemacht, macht mir aber tatsächlich Spaß. Leider viel zu zeitaufwändig gerade jetzt wo die Forellensaison langsam in Fahrt kommt.
Gruß
Carsten
Geschrieben von habitealemagne am 12.04.2026 um 10:46:
Also ich verstehe die Formel, da wird der Bereich(Strecke) zwischen ersten, bzw. obersten Ring und Startring durch die Anzahl der Ringe aufgeteilt (bei 10 Ringen, 9 Abstände). Diese Strecke ist nun wieder abhängig von der Griffoberkante und der Körpergöße (position des Startrings), und der gesamten freien Rutenlängen, die sich da ergibt. Also nicht ganz ander als der Faden mit Ringrechner, in dem Du die letzten Tage unterwegs warst (hatte ich zufällig bemerkt), nur das Du hier noch die Regel für die Abstandbildung mit der Steigung variabel beeinflusst. Eine Steigung ergibt sich aus dem PWF, der sich aus den Messwerten für die Winkel ergibt. Ansonsten stehen ja die Formeln da und man kann das gut nachvollziehen, finde ich. Aber ich habe da nicht so genau geschaut, um da einen Fehler zu sehen, da in der Version ja nur der eine PWF und damit nur eine Steigung eingetragen ist. Das ist ja dann sowas wie der Mittelwert oder Allround, nehme ich an. Ich habe nichts mit mit anderen Steigungen bzw. PWF versucht, ich habe ja keine Erlaubnis, was zu verändern

.
Geschrieben von Reinhard 02 am 12.04.2026 um 11:39:
ok Carsten, wenn du Rückmeldungen möchtest...
Ich halte wenig von dem Ganzen, weswegen ich mich auch nicht gemeldet habe.
Schon von den "normalen" Ring-Abstand-Bemessungstabellen ect. halte ich nichts.
Warum?
1. All diese theoretischen Berechnungen können nicht auf die genaue Biegekurve eingehen - Einfalls- und Ausfallswinkel der Schnur in den Ringen, da sie diese nicht kennen.
Fast, X-Fast ect. sagt nichts über die genaue Biegekurve aus. ( Wenn man diese Winkel überhaupt genauer berücksichtigen möchte....)
2. Selbst wenn der KI die genaue Biegekurve bekannt wäre - wie wichtig ist es tatsächlich für Wurfweite und Wurfgenauigkeit, genau auf die Winkel der Schnur zu achten?
3. Kennen die Berechner die genauen Längen der einzelnen Rutenteile und können diese berücksichtigen?
4. Würdet ihr - wenn der Berechner es verlangt - zb. einen Schlangenring genau unterhalb einer O/U Verbindung setzten? Mit einem Abstand von zB. 1,5cm? Ich nicht.
( Aber ich setzte zB. auch mal einen etwas höher stehenden 1-Beinring mit Einlage direckt unter eine O/U, denn der hält die Schnur auf Abstand zum dicken Teil der Verbindung. ( Wie wichtig die Reibungsverluste wären..wer weiß es....)
5. Ein guter Rutenbauer sollte ohne Hilfsmittel gut zu gebrauchende Ringabstände finden können.
6. Der Herr Steiner - Gründer von RST - hat schon vor vielen Jahren behauptet, daß er seine Ringabstände vom Computer berechnen lässt. Dabei verwendet er eher weniger Ringe als üblich und hat häufig einen zu großen Abstand zwischen dem Führungsring und dem nächsten Ring. Dort hängt die Schnur beim Schiessenlassen deutlich durch und führt dadurch bestimmt nicht zu einer besseren Performance - behaupte ich jetzt mal.
Daher interessiert mich diese Thema weniger, aber es ist ja Rückmeldung erbeten.
Reinhard
Geschrieben von Jeronimo66 am 16.04.2026 um 20:26:
Moin,
so, der Rechner ist leicht verändert oben abgelegt. Fast und x-fast passen jetzt besser.
@Rene: keine Ahnung in welchem Faden ich da unterwegs war. Wenn es meine Testseite war, dann war das irgendeine Datei die ich aus irgend einem Grund wieder verworfen habe. Es waren sehr viele Versuche bis der Rechner so aussieht wie jetzt. Und meist habe ich morgens und Abends ein wenig an der Datei gespielt.
Ich habe den Blattschutz übrigens absichtlich ohne Kennwort gesetzt. Wenn du an den Dateien rumspielen willst dann mache das gerne. Darfst es auch gerne hier veröffentlichen, wenn du andere oder sogar bessere Ideen hast. Das Copyright habe ich eigentlich nur gesetzt, damit niemand das Tool kommerziell nutzt, falls es denn etwas taugt. (Dann will ich in Rutenbaumaterial oder Prozenten entlohnt werden.

)
Ich habe übrigens versucht noch einmal völlig neu anzusetzen, da das Abbilden der Aktion auf diesem Weg nicht für jede Aktion praktikabel zu sein scheint. Ich habe versucht, ob man für jedes der drei oberen Teile unterschiedliche Progressionen festlegen kann. Das passt grundsätzlich auch zum Aufbau von vierteiligen Fliegenruten und man kann die Progression an drei Stellen verändern, womit man dann die meisten Aktionen recht anständig abbilden könnte. Ist aber nicht gelungen, werden schnell zu komplex die Formeln mit allen Vorgaben. Also habe ich den ersten Rechner nur etwas verändert. Deine Idee alles auf einem Blatt zu haben habe ich noch nicht geschafft.
@Reinhard
Hast du dir das Tool eigentlich angeschaut oder Text unter "Info &Erklärungen" gelesen?), der Rechner ist eine Arbeitsgrundlage, mit der man dann die Ringe für die Feinjustierung erstmal platzieren kann.
Ich bin übrigens ganz bei dir und fand die Rechner und vor allem die Tabellen auch immer blöd. Und natürlich kann ein guter Rutenbauer das ohne Rechner. Aber Hand aufs Herz, wie oft nimmst du das Sage Schema?
Ja, natürlich reicht das für jede 9ft Rute und wird keine Probleme machen. Der Nerd von Rutenbauer will es aber gerne besser, schon aus Prinzip, selbst wenn man
(ich habe an dieser Stelle ein "sich" gestrichen, was den Inhalt verfälscht. Weiter unten werde ich mit dem "Schreibfehler" zitiert.) den Unterschied nicht merken wird. Deshalb ja auch die halbwegs ausführlichen „Infos & Erklärungen“ im Rechner, die vieles was du geschrieben hast aufgreifen. Ich habe bewusst die Möglichkeit Werte selbst zu setzen eingebaut. Eine grobe Ferrulenlogik habe ich da auch verschriftlicht, falls ein Ring mal ungünstig sitzt. Und wem 2cm zu dicht unterhalb der Steckung sind, der nimmt halt mehr.
Der Rechner ist als Verbesserung von meinem Vorgehen gedacht, denn so viel denke ich beim platzieren der Ringe oft nicht. Ich messe die Rute und mache mir ein Bild von der Aktion. Wenn ich eine Idee habe, wofür ich sie einsetzen will, montiere ich einen Griff und Spitzenring. Und jetzt kommt das nervige, die Abstände festlegen. Je nach Aktion (oder auch nach Tagesform) dann mit kleinen, größeren, gleichen oder nach Gefühl ansteigenden Abständen. Und am Ende hoffen, dass der Leitring etwa da sitzt wo ich ihn haben will, so Pi mal Daumen. Der Rechner soll mir das Ganze erleichtern, weil er meine grundsätzlichen Ansätze beinhaltet und so automatisch als Arbeitsgrundlage verschriftlicht. Die drei Spalten helfen mir dabei auch, die Abfolge der Ringabstände nicht nur an der Rute zu bewerten.
Gruß
Carsten
Geschrieben von Reinhard 02 am 17.04.2026 um 09:29:
| Zitat: |
Original von Jeronimo66
Moin,
Ich bin übrigens ganz bei dir und fand die Rechner und vor allem die Tabellen auch immer blöd. Und natürlich kann ein guter Rutenbauer das ohne Rechner. Aber Hand aufs Herz, wie oft nimmst du das Sage Schema?
Bei 4-teiligen Ruten immer - auf die oberen 2 Teile kommt ein Ring ans untere Ende des Teils. Bei anderen Teilungen werde ich aber auch auf ähnliche Abstände kommen.
Ja, natürlich reicht das für jede 9ft Rute und wird keine Probleme machen. Der Nerd von Rutenbauer will es aber gerne besser, schon aus Prinzip, selbst wenn man sich den Unterschied nicht merken wird.
Ich kann mir nicht vorstellen, das eine KI da was optimieren kann, ohne genaueste Blankdaten, Biegeverhalten ect. zu haben. Und wie du schreibst, gibt es DIE optimale Beringung, die sich in der Praxis beweisen lässt? Das bezweifel ich. Es gibt tatsächlich schlechtere Beringungen, zB. zu große Abstände zwischen dem Starter und dem 2. Ring oder deutlich zu wenige Ringe. Wenn man aber diese 2 Kriterien beachtet und die Ringe halbwegs vernünftig verteilt, gibt es meiner Meinuing nach nicht DIE optimale Beringung. Ich kann nur jedem empfehlen, selber mal verschiedene Konzepte auszuprobieren, entweder durch antapen verschiedener Ringkonzepte oder auch mit angewickelten und nur sehr leicht fixierten Wicklungen.
Gruß
Carsten |
Bischen OT aber hier reinpassend:
Gestern war ich mit 2 Ruten am See - einer neuaufgebauten 5-teiligen #7 in 2,6m ( Ausgangspunkt war ein 4-teiliger 7´ Prototyp, den ich um ein Teil nach unten verlängert habe)
Die 2. Rute war eine DAM Magic Fly der 1. Generation, 2,55m lang #7 angegeben, was auch passt.
Die DAM ist 50 Jahre alt! die ersten Kohleruten von DAM.
Beide Ruten haben 1-Beiner mit Einlage, die neue mit Titan Resolution und die DAM mit Fuji Hard.
Bei 170gr. Belastung biegt sich die DAM paar cm weniger, sie ist also etwas kräftiger - halbe Klasse ungefähr - aber dem Gefühl nach die etwas langsamere Rückstellgeschwindigkeit.
Beide Ruten sind aber eher schnell in der Rückstellung aber mit kräftiger Spitze, wobei sich die DAM etwas anders anfühlt.
Geworfen habe ich sie mit einer alten #7 XXD, die hat ungefähr das Profil der SA Expert Distance.
Lange Rede: Mit beiden Ruten habe ich mehr oder weniger die gleiche Distanz geworfen, mit der modernen vielleicht im Schnitt 1m weiter. Max. waren ca. 29,5m Fliegenschnur + Vorfach, einige Würfe gestreckt.
Also: Einmal hatte ich 50 Jahre altes Material und Taper und zum anderen ein aktuelleres Taper mit einer aktuellen Matte. Auf der DAM sind uralte Einlageringe auf der anderen hochmoderne.
Und trotz der 2 leicht unterschiedlichen Charaktäre der Ruten, etwas unterschiedlich schneller Rückstellgeschwindigkeiten ect. waren die Resultate im Prinzip gleich.
Wie will man da an ein und selben blank tatsächlich feststellen, welche Beringung die bessere ist, wenn man die Ringe um 1-2 cm hin- und herschiebt?
Wenn überhaupt was zu optimieren ist, dann sollte man vielleicht mit verschiedenartigen Ringen Versuche starten, nicht mit Abständen?
Was macht zB. die Drahtstärke aus von Schlangenringen?
Das Gewicht natürlich ist auch relevant.
Aber auch dazu brauchts längere Versuchsreihen, um was rauszufinden.
Reinhard
Geschrieben von fly fish one am 17.04.2026 um 11:45:
@Reinhard: Dito!
Insgesamt niederschmetternd oder erfreulich, je nachdem wie man es betrachtet, wie wenig es Einfluss hat! Ich habe 4! Ruten mit Messwerten so gut wie identische Blanks, oll und neu, Biegeverhalten sicher unterschiedlich, meine Beringung immer irgend wie "kreativ" oder mal am Sage Schema oder mal nach einer anderen Rute gleicher Länge, Ringe alle Fuji Titan Einsteger, aber immer leicht unterschiedliche Durchmesser - großartige Unterschiede? Vergiss es!

Dementsprechend mache ich mir auch keinen Kopp um die neue CTS...
Bei mir war es ein schleichender Prozess der Erkenntnis, muss ich zugeben! ich hatte früher ganz andere Sichten, aber je mehr ich baute und warf, veränderte sich das. Ich versuche grobe Schnitzer zu vermeiden, dass ist alles.
LG,
Frank
Geschrieben von habitealemagne am 17.04.2026 um 11:50:
Ja tatsächlich OT reingebracht. Aber ab davon, wenn Leute sowas vorschlagen zu untersuchen oder dazu tendieren, Die Arbeit von andern abzutun und statt dessen Vorschläge bringen, was man noch so tun könnte, da wäre Eigenleistung ja auch mal was.
Na ich finde die Vorleistung von Carsten auf jeden Fall gut, Ringe bekomme ich aber auch ohne Datei an den Stock. Und da ich nun aber weiß, dass ich es anpassen darf, versuche ich das mal

. Manchmal macht man ja Dinge, einfach weil man kann.
Geschrieben von fly fish one am 17.04.2026 um 14:03:
Sers,
ich sage nicht das ich den Rechner schlecht finde, erleichtert er doch grundsätzlich die Arbeit. So sieht es doch Carsten auch selber...
Dit is jetzte nen krasses Missverständnis, wa!

Und sowieso ist Reinhard schuld!
Ausgesprochen liebe und wertschätzendenenene Grüße,
Frank
Geschrieben von Jeronimo66 am 17.04.2026 um 15:37:
Moin,
@Rene': ich habe mir ja einige Gedanken dazu gemacht wie man die Abstände noch optimieren könnte. Ist aber alles nicht gelungen und Chat GPT brauch inzwischen unendlich Zeit um neue Vorschläge umzusetzen und stürzt ständig ab. So würde ich die Ringverteilung eigentlich gerne dreiteilen. Entweder auf die ersten drei Teile, mit unterschiedlichen Progressionen oder auf die Ringe, da sich normalerwiese bei 9ft und 10 Ringen sich 5 auf der ST, 3 auf dem 2. Teil und 2 auf dem ersten Teil befinden. Bei einer schnellen Aktion können die Abstände am Anfang ja kleiner sein, sich dann aber schneller öffnen. Macht so im Moment aber keinen Spaß und mit den Formeln bin ich alleine völlig aufgeschmissen. Kann meine Gedanken gerne noch mal hier erläutern. Einen noch besser funktionierenden Rechner würde ich nämlich immer noch als Erleichterung sehen. Die Einblattversion ist auch fast fertig. Chat GPT schafft es nur nicht die fast fertige Version noch minimal zu verändern ohne alles zu zerschießen.
Eine sinnvolle Ringverschiebung an den Ferrulen, bei der die Ringe sowohl oberhalb auch unterhalb angepasst werden scheint rechnerisch zu schwierig für Chat GPT zu sein. Eine einfache Verschiebung nach unten, wie es ein Ringrechner macht den ich vor kurzem angesehen habe, erscheint mir aber fachlich ziemlich dürftig.
Beste Grüße
Carsten
@Reinhard: Ich hätte es begrüßt, wenn du deinem ersten Gedanken, dich rauszuhalten, gefolgt wärest. Nicht weil ich deine Meinungen nicht wertschätzen würde, einfach weil ich immer noch stark den Eindruck habe, dass du dir weder den Rechner angesehen hast, noch die Infos & Erläuterungen dazu gelesen hast. So kommen mir deine Einwendungen ziemlich destruktiv, und sehr wenig zielführend vor und haben schlussendlich wenig mit dem zu tun, was ich hier geteilt habe. Macht dann wenig Spaß.
C.
@Frank: Als Lucky Luke (Freaky Frank?) des Forums der manchmal schneller schreibt als denkt, finde ich es sehr erfreulich, dass tiefere Erkenntnisse bei dir neue Sichtweisen erzeugen. Ich pflichte dir absolut bei, wenn man keine groben Schnitzer macht, dann funktioniert alles gut. Ich sehe, du hast dir auch die Mühe gemacht mein Kleingedrucktes im Rechner zu lesen. Ringe sind ein anderes Thema, aber auch die bewegen nicht die Welt.
Gruß
Carsten
Ach ja, bin nicht sicher ob ich das schon erwähnt habe. Die angemessene Schnurklasse der Rute, also ob sie sehr oder eher weniger Biegesteif ist, spielt bei einer wirklich durchdachten Ringverteilung natürlich auch eine Rolle. Egal ob es in der Praxis eine deutliche Rolle spielt oder nicht!
Geschrieben von habitealemagne am 17.04.2026 um 18:35:
Ja , was soll ich sagen, ich habe mal schnell in das erste Blatt, das zweite reingepackt und angepasst. Dann ist die Berechnung quasi mit dabei und man kann für jede Rute eine Datei bzw. ein Blatt erstellen (nur kopieren und die Rutenwerte eintragen) und muss nicht immer zwei Blätter mitziehen. Viele Formeln ließen sich noch vereinfachen. Schreib gerne mal, wie Du Dir das vorstellst, wenn ich Zeit finde , dann unterstütze ich da. Ja das Rechenblatt kann dann eigentlich weg oder auch drinnen bleiben und die Erklärung, ja vielleicht anpassen oder nicht. Das war ein schneller Wurf, also sind vielleicht noch Unschärfen dabei.
Geschrieben von fly fish one am 17.04.2026 um 18:58:
Ich habe trotzdem ein Anliegen:
Eine offene Diskussion über Fürs und Widers sollte aber nicht als OT tituliert werden. Da sehe ich schon manchmal, also ein wenig, einen Hauch davon, nur ganz bisschen, eine gewisse Tendenz.
Und Reinhard (das ich den mal in Schutz nehme!

) macht mit seiner Testerei auch immer einen Riesenaufriss und macht nicht einfach Blutgrätschen (der seelige Berti Vogts, kaum größer als ein Dackel, war als Verteidiger total gefürchtet) wie eine andere gewisse Person!
Edit: Gewisse Person = ICH
Liebe Grüße,
Frank
Geschrieben von Wolfgang-K am 17.04.2026 um 20:17:
Servus Carsten, ist ein schöner Ansatz den du da versuchst, hat leider das Leidige das es enorm Zeitaufreibend ist.
Was mich etwas unsicher bei der Sache macht , sind ganz andere Sachen dabei, nachdem ich das Letzte mal Zwei Mess Kurven von Zwei gleichen Blänks ( Vermeintlich) sehr lange Begutachtet habe, und dann auch gesucht habe woher die Veränderung in der Biegekurve.
Länge der Eingeschliffenen Zapfen ( diverse Unterschiede)
Ring Position ( mussten Unterschiedlich angeordnet Werden um eine gleichmäßige
Biegekurve zu Erreichen.
Keine Ahnung ob es je möglich ist all diese Abweichungen einzubeziehen, ich denke nicht, deshalb war für mich der Rechner
Immer nur ein Anhaltspunkt, vor dem Fein Tuning der Ringe.
Aber ich lese sehr gerne Weiter, Gruß Wolfgang
PS. Immer weiter no Risk no fun.
Geschrieben von Jeronimo66 am 17.04.2026 um 23:07:
Moin Wolfgang,
genau das macht der Rechner, er platziert die Ringe als Arbeitsgrundlage. Etwas differenzierter als eine Tabelle, darum die vielen Werte die man eingeben kann.
Das man die Biegekurve eines Blanks durch die Ringverteilung verändern kann ist mir neu. Bin eigentlich auf dem Stand, dass die Ringe die Biegekurve nicht wesentlich verändern sondern nur die Belastungen mehr oder weniger passend zur Biegekurve über den Blank verteilen. Es wird wohl mal Zeit, dass ich mir das genau anschaue und für mich bewerte.
@Rene': Danke für deinen Input und dein Angebot bei den Problemen zu helfen. Ich bin inzwischen auch so weit, dass mein Ein-Blatt-Rechner funktioniert. Deine Idee fand ich nämlich gut Die KI hat jetzt aber einen nervigen anderen Bug eingebaut. Den bekomme ich auch noch weg und dann erleichtert mir das Tool nicht nur die erste Platzierung der Ringe, dass Ringschema meiner Ruten zu archivieren finde ich auch sinnvoll.
Ansonsten schalte ich erstmal wieder in einen nervenschonenden passiveren Modus., auch wenn ich das Thema gerne vertieft hätte.
Gruß
Carsten
@Frank: Wo du jetzt überall eine Blutgätsche siehst. Ich finde deinen Perspektivwechsel da höchst erstaunlich. Und auch offene Diskussionen über "Fürs und Widers" machen z.B. für mich nur auf inhaltlicher Basis und nicht auf Grundlage von Schlagworten Sinn. War ja genug Input im ersten Post und der Datei auf die man sich beziehen kann.
Geschrieben von habitealemagne am 18.04.2026 um 04:38:
Moin,
ich habe das ohne Ki gemacht, nur umgestellt. Was ich noch fragen wollte, die Werte für "Ziel letzter Abstand" und "Max. Endabstand", da kann man was reinschreiben oder nicht, also die machen (noch?) nichts. Gerade gesehen, dass ich in der Spalte "Ring zu Ring", die untersten 3 Formeln noch nicht umgestellt hatte und noch eines mitten drinnen, aber jetzt ja.
Geschrieben von Jeronimo66 am 18.04.2026 um 17:16:
Moin Rene',
danke für deine Mühe.Ich kann über einfache Formeln hinaus nicht mit Excel umgehen. Bewundere abe, wenn es jemand kann!
Ich habe mit Hilfe der KI die Probleme anscheinend lösen können. Ich denke der Rechner ist jetzt stabil und funktioniert angemessen auch bei verschiedenen Aktionen und Längen.
Bin auch ein wenig eigen bei der Optik, die ist auf mein recht kleines Notebook zugeschnitten.
Gäbe noch einiges zu verbessern, wie eine sinnvolle automatische Ringverschiebung bei einer Ferrulenkollission oder ein noch besserer Anstieg der Abstände bei idealtypischen Aktionsformen. Aber scheint mir alles sehr kompliziert.
Gruß
Carsten
Geschrieben von Jeronimo66 am 19.04.2026 um 00:10:
Moin,
so ich denke der Rechner ist jetzt stabiler. Als Grundlage für eine mögliche Diskussion, z.B. über Sinn und Unsinn dieses Rechners hier mal das, was ich in den Infos und Erklärungen geschrieben habe. Ich habe es auch noch mal überarbeitet und habe bestimmt immer noch etwas vergessen. Hätte ich vielleicht schon im Startbeitrag schreiben sollen.
Sollten sich Ungenauigkeiten oder Probleme finden interessiert mich das sehr. Verbessern geht ja immer. Für andere Vorstellungen was Leitringabstand, Progressionen oder Startabstände bin ich durchaus offen. Für Anderes auch, es steht euch dann frei die Formeln zu verändern. Eine Kopie dieser Datei hätte ich dann aber gerne. Ich habe versucht, aus allen meinen Informationen und Erfahrungen, die Dinge einzubauen die mir zur Zeit stimmig erscheinen.
Erklärung Ringrechner
Dieser Rechner dient als Grundlage für eine sinnvolle Ringverteilung bei Fliegenruten auf Basis einiger hilfreicher Eingabewerte.
Grundlagen der Berechnung
Die Position der Ringe wird aus folgenden Parametern abgeleitet:
• Rutenlänge
• Griffposition
• Körpergröße des Werfers
• Messwerte (3,75° und 15°)
• gewünschte bzw. berechnete Ringanzahl
Auch wenn der Powerfaktor die Aktion nicht exakt abbildet, beschreibt er die grundsätzliche Charakteristik der Rute ausreichend gut. Ein präziseres Modell konnte ich in Excel nicht sinnvoll umsetzen.
Startabstand
Der Abstand des ersten Rings von der Spitze wird abhängig vom Powerfaktor berechnet.
Dabei gilt:
• langsamere Aktion --> größerer Startabstand
• schnellere Aktion --> kleinerer Startabstand
Die Berechnung erfolgt fließend ohne harte Sprünge zwischen den Aktionen.
Zusätzlich kann der Startabstand manuell überschrieben werden.
Ringverteilung
Die Abstände zwischen den Ringen wachsen progressiv:
• im Spitzenbereich kleinere Schritte
• im Mittelteil zunehmende Abstände
• im unteren Bereich ein kontrolliertes Auslaufen
Die Progression wird über eine gewichtete Verteilung gesteuert, die sich an der Rutenaktion orientiert. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass der erste Anstieg nicht zu groß wird und sich auch bei veränderter Ringanzahl nicht ungewollt erhöht.
Ziel ist eine Verteilung, die zur erwarteten Blankkrümmung passt und die Last möglichst gleichmäßig über die Rute verteilt.
Zielwert
Die Verteilung wird so skaliert, dass der Leitring möglichst genau die berechnete Zielposition erreicht.
Leitring-Position
Die Platzierung erfolgt tendenziell etwas näher am Griff als bei manchen Herstellern (z. B. Sage). Das sorgt für einen kontrollierten Schnurverlauf beim Schuss, reduziert aber den maximalen Doppelzugweg leicht.
Die Position kann bewusst individuell gewählt werden.
Eine Weitwurfrute ist hier anders zu bewerten als eine kurze Bachrute.
Die Körpergröße beeinflusst die Position, allerdings mit einem reduzierten Faktor (ca. 1,5 cm pro 10 cm Körpergröße).
Der Leitring kann daher jederzeit manuell angepasst werden.
Ringabstände und Bewertung
Die berechneten Ringabstände orientieren sich an der zu erwartenden Blankkrümmung.
Am Ende wird der maximale Abstand bewertet:
• unter 30 cm --> keine Bewertung
• 30–32 cm --> zusätzlicher Ring möglich
• über 32 cm --> zusätzlicher Ring sinnvoll
Der begrenzte Abstand soll verhindern, dass die Weglänge für den Schnurfluss ungünstig wird.
Manuelle Anpassungen
Sollten die berechneten Werte nicht gefallen, können folgende Parameter manuell angepasst werden:
• Startabstand
• Leitringposition
• Ringanzahl
Die restliche Verteilung wird automatisch entsprechend neu berechnet.
Schnurklasse der Rute
Je nach tatsächlichem Wurfgewicht der Rute können die Abstände angepasst werden:
• leichte Ruten (< #4): tendenziell engere Abstände im Spitzenbereich
• kräftige Ruten (> #7): größere Abstände möglich
Diese Anpassung erfolgt aktuell nicht automatisch im Rechner.
Ferrulen-Kollision
Es kann vorkommen, dass ein Ring ungünstig an einer Steckverbindung sitzt.
Grundregeln:
• Ring sollte ca. 1–1,5 cm oberhalb der Ferrule sitzen
• mindestens ca. 1,5× Blankdurchmesser Abstand
• unterhalb der Ferrule möglichst ≥ 2 cm Abstand lassen
Eine automatische Lösung dafür ist im Rechner nicht umgesetzt.
Im Rechner kann man:
• den Leitring oder Startabstand leicht anpassen und den Powerfaktor leicht ändern
Wenn das nicht hilft kann man den betroffenen Ring verschieben und die davorliegenden Ringe anteilig mitziehen
Beispiel:
Muss Ring 6 nach oben verschoben werden, dann wird
Ring 5 um 4/5, Ring 4 um 3/5 usw. des Weges mit verschoben.
Eine leichte Anpassung am Leitring ist immer unproblematisch.
Praxisempfehlung / Genauigkeit
Grundsätzlich funktionieren viele verschiedene Ringkonzepte.
Hersteller berücksichtigen die Körpergröße meist nicht und verwenden teilweise identische Konzepte für unterschiedliche Ruten.
Die berechnete Verteilung ist als sinnvolle Ausgangsbasis zu verstehen.
Für optimale Ergebnisse sollte sie durch einen praktischen Belastungstest überprüft und ggf. angepasst werden.
Dabei gilt:
• kleine Abweichungen sind absolut unkritisch
• im unteren Rutenteil sind selbst Zentimeter kaum relevant
• der Einfluss der Ringverteilung auf Wurfweite und Präzision wird oft überschätzt
Nicht zu penibel werden – die Praxis ist viel toleranter als die Theorie - und auch die beste Ringaufteilung wird Wurfweite und Wurfgenauigkeit nicht wirklich verbessern.
Gruß
Carsten
Geschrieben von Jeronimo66 am 19.04.2026 um 11:52:
| Zitat: |
Original von Jeronimo66
Moin Wolfgang,
...
Das man die Biegekurve eines Blanks durch die Ringverteilung verändern kann ist mir neu. Bin eigentlich auf dem Stand, dass die Ringe die Biegekurve nicht wesentlich verändern sondern nur die Belastungen mehr oder weniger passend zur Biegekurve über den Blank verteilen. Es wird wohl mal Zeit, dass ich mir das genau anschaue und für mich bewerte.
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Ich muss mich da etwas korrigieren, ob leicht veränderte Ringabstände die Biegekurve wirklich ändern kann ich nicht sicher sagen. Ich habe aber gerade herausgefunden, dass große Abstände das ganz deutlich machen.
Auf den Bildern von meinen gleichen im8 Ruten habe ich an der Spitze 4 Ringe ausgelassen, drei Ringe und ein Ring. Die Bilder mit zwei Ringen und mit allen Ringen sind leider nichts geworden. Die Veränderung der Biegekurve ist aber sehr deutlich.
Gruß
Carsten
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