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Geschrieben von Pleiteangler am 28.02.2010 um 14:28:

  Wickeln von 1-Fuß Ringen

Im Blinker Sonderheft "Rutenbau" bin ich auf der Seite 42 unter dem Thema "Binden von 1-Fuß Ringen" auf den Hinweis gestoßen, daß wenn man am Ende des Ringfußes angelangt ist, die Wicklung noch nicht beendet, sondern noch 3-4 Wicklungen hinter dem Ringfuß weitermacht und die Wicklung erst dann beendet.

Also hinter dem Ring noch weiterwickeln?

Wie haltet ihr das mit dem Wickeln der 1-Fuß Ringe, wickelt ihr hinter dem Ringfuß weiter? Wenn ja, wozu ist das notwendig? Macht man ja bei 2-Fuß Ringen auch nicht (geht da ja auch schlecht)...


Tight Ringwicklung, Pleiteangler fröhlich



Geschrieben von Posenrute am 28.02.2010 um 14:44:

 

ich glaube, Du verwechselst "vor" und "hinter" dem Ring.

Wenn man die Rutenspitze als "vorn" sieht, dann zeigen die Füße von Einstegringen ja nach "hinten". Hier wird noch ein wenig weitergewickelt.

Warum? Ich vermute, weils a) besser aussieht als so ein "Loch im Socken" und b) damit man dort besser lackieren kann, bzw., dass es wasserdichter wird Daumenhoch3

"Vor" dem Einstegring zu wickeln wäre ja sinnlos, weil dort gar kein Ringfuß ist....



Geschrieben von [AIG]shorty am 28.02.2010 um 14:51:

 

Hey Pleiteangler

hast es schon richtig beschrieben, man kann zur Spitze noch ein paar Wicklungen legen. Denn einzigen logischen Grund sehe ich darin die Wicklung besser sichern zu können. Da sonst ja die möglichkeit besteht das der faden den du zur Sicherung benutzt in dieses Dreieck zwischen Ringfuß und Blank rutscht und die Bindung auf geht. habs bisher an einer von 2 Ruten gemacht. Aber keine Vor- oder Nachteile bemerkt.



Geschrieben von Pleiteangler am 28.02.2010 um 15:05:

 

@ Hubi: Moment mal, von wo fängst Du denn an einen Ring zu wickeln?

Man fängt m.E. 3-4mm vor dem Ring (nur auf dem Blank) an zu wickeln, dann kommt der Anfang des Ringfußes (der Spitze Teil des Ringes, den man vorher angeschliffen hat), und irgendwann ist man dann am Ende des Ringfußes angelangt, der dann in die Stege übergeht.
Und da soll man dann laut Sonderheft hinter dem Ringfußende 3-4 Wicklungen weiterwickeln und diese dann an die Hauptwicklungen heranschieben, das kein Spalt mehr vorhanden ist.


@ shorty: Danke, klingt schlüssig deine Begründung! Daumenhoch3



Geschrieben von derextremexxl am 28.02.2010 um 16:26:

 

Servus

Man fängt vor dem Ringfuss an zu wickeln und wickelt dann den Ringfuss hoch bis zum Steg. Entweder man hört direkt am Steg auf oder man macht hinter dem Steg noch 2-4 Wicklungen. Diese sehen erst mal sinnlos aus, da sie den Ring ja nicht mehr festhalten. Sie bieten aber gewisse Vorteile. Zum einen sind sie eine kleine Barriere welche ein herausziehen des Ringes etwas mindern. Ob dies wirklich etwas bringt stelle ich mal so in den Raum. Man kann aber etwas besser lackieren - gerade dort wo der Ringfuss auf den Blank trifft ist es immer etwas schwierig einen schönen Abschluss zu bekommen.

Wegen dem besseren fixieren des Fadens ist es aber nicht. Du legst ja deine Schlaufe in dieses Dreieck neben dem Ringfuss damit du den Faden leichter durchziehen kannst. Beim straffen des Fadens rutscht er ja aus diesem Dreieck und klemmt sich unter die Wicklung. Um wieder in ein Dreieck neben dem Ringfuss zu rutschen müsste er ja fast einmal ums Blank - so lange solltest du natürlich nicht ziehen.

Grüße,

Alex



Geschrieben von Posenrute am 28.02.2010 um 20:14:

 

Schade, jetzt dachte ich, ich könnte auch schonmal helfen...stattdessen heißt es auch für mich:

NACHSITZEN cool



Geschrieben von atze67 am 28.02.2010 um 22:15:

 

Hallo
ich finde es toll wenn alle mitteilen was sie wissen und wenn es nicht ganz richtig ist wird mann doch HIER auf eine ganz freundliche art unterstützt und so haben alle was davon.
gruß atze



Geschrieben von ingma am 01.03.2010 um 08:53:

 

Hi Gemeinde,

habe natürlich auch den Weckesser gelesen wenns auch schon einige Jahre her ist.

Hat mich jetzt aber sehr interessiert und gleich wieder nach gelesen.

Aus aktuellen Grund, habe auf Spinne am Handteil 25er Einfuß Ring als Starter bei

einem Neubau gebunden.

Nach mehreren Monaten des häufigen Gebrauchs zeigte sich genau bei diesen Ring

eine unschöne Oberfläche der Lackierung genau in Bereich hinter dem Ringfuß, ich

denke auch dass sich dort die Verbindung von Lack und Blank gelöst oder zumindest

nicht mehr optimal war.

Die übrige Bindung über Ringfuß war durchaus noch in Ordnung, so wie alle anderen

Ringe bei dieser Rute auch.

Denke, dass diese weiterführende Wicklung mit 3-5 Windungen hinter dem Fußende

dieses Problem eventuell beheben könnte.



Geschrieben von Sebastian Lucius am 01.03.2010 um 09:01:

 

Bei meinen Ruten binde ich alle Einstegringe auf diese Weise an. Wichtig ist auch, dass du 2-3 Wicklungen um das "Knie" machst, um den Ring zusätzlich zu fixieren und gehst erst dann mit 3-5 Wicklungen weiter. Vorteil der Ring sitzt sehr fest, die Lackierung sieht sauberer aus und sie platzt nicht so schnell aus. Nachteil, das Gewicht erhöht sich etwas.

Hier mal eine Anleitung:

Klick Klack



Geschrieben von Tisie am 01.03.2010 um 09:41:

 

Hi,

bei den langbeinigen Einstegringen für Spinnruten macht das denke ich Sinn, da habe ich das auch schon so gemacht.

Aber wie seht Ihr das bei den extrem kurzbeinigen Einstegern für Baitcaster oder die Ringe im Spitzenbereich bei NGC-beringten Ruten (z.B. Fuji LSG)? Da sehe ich persönlich nicht so den Vorteil (weil der Ring nicht über einen längeren Hebel (=Ringsteg) an der Wicklung/Lackierung "arbeiten" kann) und optisch ist das auch nicht so doll finde ich, da der Steg nicht steil vom Ringfuß nach oben "abknickt", sondern eher in einer sanften Kurve "abhebt". Da lassen sich diese Wicklungen nicht so gut legen, finde ich. Ganz blöd ist es bei den Bridge-Guides (z.B. CUNSG).

Was meint Ihr?

Gruß, Matthias



Geschrieben von Höllenlurch am 01.03.2010 um 10:03:

 

Joar, bei Einstegringen mache ich das SEHR GERNE! Gibt mir in erster Linie ein besseres Gefühl Augenzwinkern Allerdings mache ich keine 2 -3 Wicklungen, sondern 10... Aber da ich nur mit A-Garn binde ist das nicht wirklich viel... Dann schieb ich die Wicklungen richtig fest unter den Ring, so wird dieser gut stabilisiert! Aber auch beim lackieren verteilt sich meiner Meinung nach der Lack besser um den Ring...



Geschrieben von Posenrute am 02.03.2010 um 19:36:

 

...man, ist mir das immer noch peinlich, da wollte ich helfen und zeige bloß, dass ich noch keine Ahnung habe.

Das sind übrigens ganz tolle Bilder von dieser besonderen Wicklung. Jetzt gibts wieder etwas Neues, bei dem ich mich entscheiden muss.


Viele Grüße und nix für Ungut, Hubi



Geschrieben von laverda am 02.03.2010 um 21:41:

 

[quote]Original von Hubi
...man, ist mir das immer noch peinlich, da wollte ich helfen und zeige bloß, dass ich noch keine Ahnung habe.

Hi Hubi,
keine Spur von Peinlichkeit!!! Etwas anders zu machen oder zu verstehen, ist das Salz des Forums und hier zeigt garantiert keiner mit dem Finger und lacht! (Außer bei nem guten Joke).
Außerdem gibts wahrscheinlich viele, die das gleiche dachten und DEIN Kommentar bringt das Missverständnis ans Licht.
Es gibt neben dir und mir auch noch andere Anfänger.
Ich habe bis jetzt übrigens auch immer vom Ring herabgewickelt obwohl "man" das nicht macht. In Ermangelung professionellen Equipments fällt mir das einfach leichter und die Ringe oder Rute stört das nicht.
(Ich wickel im Wohnzimmer mit dem Bobbin aus der Fliegen-Bindekiste)
Nächstes Mal versuche ich es dann vielleicht auch mal andersrum.



Geschrieben von Posenrute am 02.03.2010 um 21:58:

 

Danke fröhlich

Na, jedenfalls schau ich mal, dass meine Beiträge von jetzt an eher besser werden...

Aber das stimmt auf jeden Fall:

großes Kompliment an dieses Forum!!! Es macht echt Spaß hier! Super!



Geschrieben von Pleiteangler am 03.03.2010 um 09:33:

 

Das Wichtigste ist doch, daß wir alle weiterkommen und besser werden und da hat dieser Thread doch schon einiges gebracht!

Vielen Dank auch nochmal von mir für die tollen Beiträge und die geniale Foto-Doku!!
Die Wicklungen aus dieser Doku eigenen sich m.E. sehr gut für die ersten 3 langstegigen Ringe bei einem NGC-Aufbau, da aufgrund der Länge der Stege größere Kräfte auf den Ringfuß wirken und dieser dann durch die verstärkte Wicklung besser gehalten wird.


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