Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Rutenbau (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=36)
-- Projekte (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=85)
--- Mighty Klaus die Huchen-Tenkara (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=13333)
Geschrieben von miso am 07.04.2022 um 09:08:
Könnte auch von LABS- haltigen Stoffen in der Nähe kommen.
Z.B. nicht sauber vernetztes Silikon, Teflon, Handcreme, ...
Nur mal so 'ne Idee
TL Michael
Geschrieben von fly fish one am 07.04.2022 um 10:45:
Lieber Micha,
ich achte darauf, wasche echt vorher die Hände, reinige die Rute mit Isoprop usw. Im Endeffekt bin ich ratlos, außer alles, auch was Du sagst, noch einmal ins Kalkül zu ziehen und intensiver zu testen.
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 08.04.2022 um 22:05:
Meine Fresse, dass war eine schwere Geburt:
Ihr seht ein längeres Stück des Obergriffes, wo aber noch weitere Teile fehlen. Den versemmelten Untergiff, den ich vorher gefrickelt hatte, den zeige ich euch mal später in einem Foto. Dieses ganze Gefrickel auf den Diagonalen, den vorgebohrten Löchern der eigentlichen Duplonstücke, das Bohrloch mittig beim Aufschschneiden und wiederl verleimen zu halten, der Horror! Beim Untergriff war die Symmetrie nacher völlig im Eimer! So das ich mich gefragt habe, wie ich Annemarie eigentlich schaffen konnte.
Nur so eines der Probleme:
Durch die quer laufenden Stücke sind die Bohrlöcher dicht. Also habe ich mir einen extrem langen passenden Bohrer gekauft, um sie wieder durchzubohren. Dabei drückt es den Bohrer schon aus der Bahn wenn man auf die harten Klebestellen trifft. Eigentlich wollte ich mir schon dafür eine Vorrichtung bauen, aber habe überhaupt keinen Bock gehabt! Also Loch irgend wie durch. Dann auf den Mandrel geschoben und auf der Alps mit Powerfeile angefangen zu schleifen! Köttel in der Hose, weil sich nach einem kurzen Moment sofort zeigt ob die Achsensymmetrie ansatzweise getroffen wurde! Erleichterung, grenzenlos - ich muss nicht noch mal von vorne anfanfgen.
Dann bis auf 4 Millimeter Reserve runtergeschliffen, planlos wie es jetzt weiter gehen soll. Also auf Blankmaß aufbohren mit ebenfalls extra Langlochbohrern und dem Mandrel auf der Gegenseite im Bohrloch um den eigentlichen Bohrer zu führen. Die Ideen kamen vom René, als ich im Sommer die Griffe für die Brandungsruten auch schon kämpfen musste. Nur die waren nicht so lang. Gut, Bohrlöcher etwas besser, aber richtig toll immer noch nicht. Raspeln, um sie auf Maß und auf den Blank zu bekommen!
Wieder planlos wie ich weiter machen soll! Ich kann das Ding jetzt nicht auf den Blank kleben und dort zu ende schleifen. Wenn ich da Bockmist mache (siehe Brandungsruten) muss ich das Ding wieder abkratzen! Aber vorher explodiere ich wie Rumpelstilzchen!
Also Malertape auf den Mandrel um den Griff jetzt auf dem großen Loch aufzunehmen und fertig zu schleifen! Aber Jungs, der Kupferbolzen war riesig. Hat aber geklappt, aber ich bin auch durch und jetzt beim zweiten Weißbier!

Morgen mache ich weiter, aber es ist schon so lange her, dass ich nicht mehr genau weiß wie ich diesen blöden Obergriff genau ergänzen wollte. Meine Unterlagen sind sonst wo und eigentlich habe ich die Schnauze voll! *Kopf--->Tisch*

Nee, keine Sorge, wird schon.
LG,
Frank
Geschrieben von habitealemagne am 09.04.2022 um 05:45:
Hi,
täusche ich mich, oder hattest Du nicht mal die Meinung vertreten, dass Duplon gar nicht geht. Dann hast Du das bei den Brandungsruten relativiert, als Du Deine bautest und jetzt geht das für eine ZH ?
Geschrieben von fly fish one am 09.04.2022 um 08:34:
Ja genau! Duplon ist DummDumm Geschoß, aber so samtig, dass ich dieses schreckliche Material unbedingt mal für eine Fliege einsetzen wollte!
LG,
Frank
Geschrieben von Jeronimo66 am 09.04.2022 um 12:20:
Moin Frank,
auch wenn das Muster (nicht die Farbe) toll geworden ist bin ich entsetzt. Duplon auf einer alten Sage. Hast du die Rute im ersten Post nicht noch in den höchsten Tönen gelobt? Und jetzt Duplon!
Aber vielleicht kann man den Griff mit Korkklebeband retten oder es wird doch eine Stellfischrute?
Entsetzte Grüße
Carsten
Geschrieben von fly fish one am 09.04.2022 um 17:46:
Vielen Dank, mein lieber Carsten!
Ja, shit, ich weiß auch nicht was meine alten Hasen sagen werden, wenn ich so ehrverletzend baue!
LG,
Frank
Geschrieben von Jeronimo66 am 09.04.2022 um 21:31:
Moin Frank,
meine Ehre hast du zumindest nicht verletzt. Jeder baut an seine Ruten was er gut findet und das ist auch gut so. Das du Duplon an eine alte Sage klebst hat mich allerdings überrascht, auch wenn mir klar ist, dass mit Kork solche Griffarbeiten nicht möglich sind. Und so groß sind die Unterschiede zwischen einem gefärbten und mit Zusatzstoffen versetztem Korkgranulat nun auch nicht.
Beste Grüße
Carsten
Geschrieben von sepp73 am 09.04.2022 um 22:28:
Na das Teil ist jedenfalls sehr geil geworden. Auf ne "gut abgehangene" Sage würde ich sowas aber natürlich nicht kleben, Florkork vom Feinsten, das wäre für mich das Material der Wahl aber du musst damit an die Orkla, erlaubt ist was gefällt...
Gruß, Sepp
Geschrieben von Knobi am 09.04.2022 um 22:31:
Hallo Frank,
der Griff ist absolut
Was da für Arbeit darin stecken tut weiß ich. Vor allem die Symmetrie ist sehr gut.das so hin zubekommen ist ja nicht ganz einfach. Noch schwieriger ist es sich das ganze Konstrukt in den Gedanken vorzustellen bzw die einzelnen Teile zu zuschneiden, verkleben, an der richtigen Position trennen und wieder verkleben. Ob sich dann die ganze Arbeit gelohnt hat sieht man ja erst wenn der erste Schliff getan wurde.
In deinem Fall hat sich es gelohnt
Gruss, Frank
Geschrieben von fly fish one am 10.04.2022 um 19:05:
Der Untergriff wird also wiederholt und wird tageweise verleimt, ich nutze UHU Endfest. Um die Zeit die überbrücken und weiter in die Puschen zu kommen baue ich weitere Details des Griffes:
Jawohl: Duplon und Holz - Oh Gott oh Gott!

Wieder Marc Blabaum Style mit Holzmikado, aus den Resten Annemaries aus Tuja und Karelische Maserbirke. Ich kann nur noch mal an alle Frickler senden: Die Kappsäge und gerade mit dem Laser ist einfach nur klasse! Was für eine Arbeitserleichterung!
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 10.04.2022 um 19:28:
Lieber Carsten,
das Frotzeln ist wie das Salz in der Suppe! Nie nicht musst Du Dich erklären!
Das Problem mit der Industrie ist, aus diesem Grund sind wir alle vermutlich Rutenbauer geworden, dass einfach nur Standards abgespult werden. Das ist alles ok, aber für uns oft einfach nur öde!!
Was die alten Ruten angeht, gibt es wie in anderen Bereichen auch, ganz unterschiedliche Philosophien. Sehr oft steht die sanfte Überarbeitung, mit erhalt der Patina. Oder aber, man stellt das alles auf den Kopf und putzt das richtig heraus. Das Alte stellt nur noch eine Basis dar. So geht mir das mit meinen Ruten. Die alten Sage, mittlerweile neben der GFL sind das 4 Stück, werde ich komplett zerlegen und modern aufbauen. Astreine Ringe (die Schlangen in die Tonne), Farbe, andere Griffe und aus anderen Material. Nur einfach Kork - ist nicht drin.
Meine ZH habe ich bis auf die Winston ja selber gebaut und so in dem Stil sollen auch die EH alle werden. Die Winston, obwohl mich die Schlangenringe tierisch nerven, werde ich vermutlich nie umbauen. Sie war meine erste ZH und das hat eine hohe Bedeutung für mich! Außerdem macht Winston die vermutlich schönsten "Fliegen" von der Stange, auf einem extrem hohen qualitativen Niveau. Schafft auch Sage bei weitem nicht! Ich werde auch in naher Zukunft den Sage Blanks den Rücken kehren und mich Winston zuwenden. Ist in meinen Augen, noch einmal eine andere Welt.
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 20.04.2022 um 20:15:
Das Schlimmste ist überstanden!
Holzmikado für Klaus im Vordergrund und im Hintergrud für die alte Sage #3 LL, die für mich eine Premiere bekommt und zwar einen kompletten Griff aus Holz. Falls es dem Einen oder dem Anderen bekannt vorkommt: Es sind die Erstversuche für Annemarie, die natürlich viel zu schön sind um sie nicht zu verbauen.
Die nächsten 3 Bilder zeigen jetzt den Untergriff mit, den ich mit Mühe erschaffen konnte. Ich habe zum Schluss noch einen Bock geschossen, aber die Symmetrie zur Achse ist gut. Ansonsten fällt das nicht weiter auf. Ich muss wohl noch einen Elipsengriff bauen, bis ich halbwegs klar komme.
Die Konstellation im Bild wird so nicht verleimt, sondern wird mit dem Holzmikado von oben komplettiert und dazwischen gebaut. Der Untergriff wird nur noch leicht adaptiert, aber der Obergriff wandert noch ein gutes Stück nach oben. Davor und dahinter Holzmikado. Ich versuche es so zu positionieren, dass die Hand im Wurf nur auf dem Duplon liegt und nicht auf dem Holz. Das empfinde ich bei dem vielen Werfen mit den ZH unangenehm.
Ich konnte das aber nur grob anpeilen, weil ich nicht weiß, wie weit ich für die langen Leinen nach oben greifen muss. Ich habe so ca. nach der 15' Sage gepeilt, wo da meine Hand liegt, wenn ich 18 Meter Leinen werfe. Und dann noch die 16' ins Kalkül gezogen.

Hört sich kompliziert an, ist es auch!

Aber mehr wie 18 Meter Leinen muss Klaus nicht schaffen und auch das WG dieser Leine entspricht weitgehend dem Messwert der Rute. Sie soll nicht leiden und wenn ich mal weiter bin mit meinen Skills, als sehr lässige LangleinenLachsRute operieren.
Und der schöne Blank daneben wird gleich das nächste Projekt. Ich habe gestern Griffmaterial bestellt - endlich mal ein EH und nicht das Gerödel auf den "Langen" - hallelulja!!
LG,
Frank
Geschrieben von Jeronimo66 am 21.04.2022 um 20:35:
Moin,
dein Holzmikado finde ich Klasse! Wobei ich mir wohl eher keinen schweren Holzgriff an eine 3er LL kleben würde.
Zu deinem Griffdesign fehlen mir die Worte und ich bekomme Kammerflimmern!
Beste Grüße
Carsten
Geschrieben von sepp73 am 23.04.2022 um 22:11:
Servus Frank,
Schaut echt gut aus dein Griff, aber er kommt mir Recht kurz vor für ne 16ft...
Kommt da noch was dran oder willst du das so kurz?
Den Holzgriff auf die 3 er LL würde ich mir schon noch überlegen. Egal wie du den baust, er ist recht schwer am Ende...
Gruß, Sepp
Geschrieben von habitealemagne am 24.04.2022 um 11:06:
Tach,
ich habe das so verstanden, dass er Es mit Holz kombinieren möchte. Aber so, dass er auf dem Duplon greifen tut, also Holz vor und hinter dem Duplon.

Aber vielleicht wird es doch ganz anders.
Geschrieben von fly fish one am 24.04.2022 um 16:32:
Lieber Sepp,
unser René ist einfach immer auf Zack! Latürnich wird der länger und nur der "Handbereich" Duplon. Aber vielleicht bist Du auch noch etwas müde vom Lachsewuppen an der Au?
Und vergesst mal das bißchen Mehrgewicht von einem 21 Zentimter langen Griff im Vergleich zu Kork, gerade bei einer insgesamt sehr leichten Rute, die auch von mir mit Titan Recoil bestückt wird. Der Griff ist ja praktisch genau der Drehpunkt und alles andere ist optimiert. Wir wollen ja nicht päpstlicher sein als der Papst und wenn ich als Atheist das schon sage!
Es ist einfach zu verlockend mal einen ganzen Griff aus Holz zu wagen und den vermutlich auch noch lackiert oder stabilisiert - weiß ich noch nicht. Der Hintergedanke: Gerade weil die Rute so leicht, die Schnüre so leicht, wird es nicht unangenehm in der Hand. Alle anderen Ruten würde ich nur Holz als Schmuck, nicht als echten Griff bauen. Da ist stets Kork, Birkenrinde oder jetzt Duplon vorzuziehen.
LG,
Frank
Geschrieben von sepp73 am 24.04.2022 um 17:26:
Naja, so anstrengend war das Lachse "nicht wuppen" gar nicht, bei mir blieb leider keiner hängen, trotz 2.bestem Saisonauftakt aller Zeiten, die Quote war nach 3Tagen durch... Aber so ist's halt mit dem Lachs, nächste Chance kommt bestimmt...
Zumindest habe ich Sonnenbrand gekriegt bei echtem Traumwetter. In Hvide Sande haben sie Hering gestippt drum war die Schleuse auch dicht und der Lachs kam nicht hoch...
Gruß, Sepp
Geschrieben von fly fish one am 24.04.2022 um 20:23:
Lieber Sepp,
es wird schon werden! Hast Du aber schon mal über den Mandal nachgedacht? Ist ja praktisch Südnorwegen und macht mit dem eigenen Auto mehr Sinn als bis nach Trondheim. Und auch der Mandal ist nicht schlechter als Gaula, Orkla etc., und damit nicht zu vergleichen mit den Tieflandflüssen. Mir geht es gar nicht um die Maximierung der Fangchancen! Man macht da genauso Nullnummern wenn es blöd läuft, aber dieses Gefühl wie bei uns daheim in der Killerströmung zu stehen, nur dass da "draußen" ein paar Kracher unterwegs sind! Wenn DER sich dann noch quer in eine so geartete Strömung stellt......
Das ist genau der Punkt der mich vor ca. 7 Jahren zum Fliegenfischen brachte! Eine 35 Zentimeter Forelle die quer in einer "unserer" Strömungen (Ache runter Auslauf des Königsee) stand. Ich noch ohne Verein, gerade Prüfung bestanden und das erste Mal Fliegenfischen! Meine Fresse! Ich war als Stippfischer geboren und erlebte eine Wiedergeburt als Fliegenfischer!

Das kleine Ungeheuer am anderen Ende der Leine tobte wie eine Furie die halbe Ache rauf und runter, sprang zwischendrin ungefähr noch 35mal aus dem Wasser (was ich auch bis dahin nicht kannte, machen auch die legendären Raketendöbel praktisch nie und ist so wie die Frage ob man Schweine schon mal hat fliegen sehen - obwohl dieser Spruch in einem anderen Zusammenhang benützt wird). Ich konnte IHR praktisch nur hilflos mit der Rutenspitze folgen, zwischendrin Applaus für die Luftakrobatik spenden, während meine Kinnlade hilflos runtergeklappt im Wasser hing. Als ich sie anschließend schwimmen lies, hatte ich Pipi in den Augen und um mich war es für alle Zeit geschehen. Und das ganze mit einem großen Lachs!! Der mir aber auch noch nicht vergönnt war, aber die, die ich dran hatte, reichten um mir Angst zu machen!
LG,
Frank
Geschrieben von sepp73 am 26.04.2022 um 20:22:
Servus, Mandal und Bjerkreim sind auf meiner Liste ganz weit oben, den Süden kann man doch noch relativ problemlos erreichen, so dass auch mal ne Woche rentabel wäre. Flieger nach Trondheim und dann ne Stunde oder so mit m Leihwagen, muss mal gucken was das so kostet...
Hatte gestern ne 45ger BaFo an der Trout Spey, das macht auch Laune, Lachs wär trotzdem besser...
Gruß, Sepp
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH