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Geschrieben von fly fish one am 28.11.2025 um 19:53:

 

Ich liebe es ja wenn Griffe so langsam wachsen und da ich, wenn es geht, immer in kleineren Einheiten aufbaue und gleich auf dem Blank verleime, sieht man so tatsächlich sehr schön die Reihung des Aufbaues. Für mich steigert es die Freude und Begeisterung weil ich dann erst sehe wie es wirklich wirkt. Vieles malt man sich ja nur so mit seinem geistigen Auge zurecht.



Morgen dann das vorgeschliffene Duplon Mikado und der obere Griffabschluss wieder in Rosa. Dort möchte ich mal versuchen den Griff anders zu schleifen.

LG,

Frank aka Sage Lover - shyce, ist doch wahr! großes Grinsen



Geschrieben von fly fish one am 29.11.2025 um 15:02:

 

Und in der Presse:



Ich glaube das ist jetzt schon der dritte Griff mit Duplon. Das ich das Zeug mal nicht abkonnte..... Respekt


Jetzt stellt euch mal ne Bambusrute vor! Ohgottohgott! Nase


LG,
Frank



Geschrieben von fly fish one am 30.11.2025 um 15:05:

 

Schacka:



Farben müssen Mut, Griffe müssen Schwung haben oder habt Ihr schon mal bunte Zäpfchen gesehen! Denken1

Ich sah schon so viele Rutenbauten, jedweder Art, Bambus, CFK, manchmal wurden berühmte FF als Erbauer gerühmt, aber die meisten sowieso nur Korkgriffe, sind einfach gerade runter geschliffen und vorne runter zum Blank mit einem runden Konus! Brrrrrrr, da schüttelt es mich Jedesmal! Lachen-5

Wenn die großen Werke eines können, dann Griffformen schleifen! Es geht gar nicht darum bestimmte Arten zu kopieren, aber einige Formensprachen haben sich in Äonen in Händen von FF bewährt! Und was sie alle nicht sind: ZÄPFCHEN!

Ich lehne mich immer gerne an die alten Meister an, "überspitze", oft mit etwas mehr Radius, einen scharf ansteigenden Konus, alles damit es mir astrein in der Hand liegt, aber einfach auch beim Ansehen mein Auge wohlgefällig auf meinem Werk ruht!

Zum Vergleich der vom Prinzip identische und genau so lange Griff einer anderen Sage (TCR 10' 25 Gramm Messwert großes Grinsen ):



Sage arbeitet die Formen schön aus, bleibt aber dezenter UND DIE SCHLEIFEN AUCH KEIN ZÄPFCHEN! Lachen-5

LG,
Frank



Geschrieben von miso am 01.12.2025 um 10:58:

 

Wird das jetzt noch überschliffen oder bleibt es bei den Trompeten von Jericho?
Das passt ja in keine Rutenetui großes Grinsen



Geschrieben von fly fish one am 01.12.2025 um 11:05:

 

Rutensäcke ist bei mir wirklich ein ganz schwieriges Thema! großes Grinsen Ich kaufe olle Spinnrutensäcke um meine Fliegen zu verpacken. Selber nähen wäre noch ein Thema, aber irgend wie keinen Bock.

LG,
Frank



Geschrieben von fly fish one am 18.12.2025 um 21:24:

 

Ungeschliffene, große Ringfüße mit Seide hoch wickeln, für alle Seidenwickellegasteniker:











Das Entscheidende ist der Kabelbinder!

@Reinhard: Das ist eine Vergrößerung da guckste einer Fliege von hinten auf die Mandeln! Lachen-5

LG,
Frank



Geschrieben von Jeronimo66 am 19.12.2025 um 15:03:

 

Lieber Frank,

wenn du mich herausforderst, dann reagiere ich diesmal gerne, auch wenn es deine Faden zu „Baldur, der Trompete von Jericho“ vielleicht etwas belastet. Möchte ja nicht, dass unbedarfte Rutenbauer deinen Tipp für ein Postulat halten.

Tom Kirkman schrieb 2011 in dem Faden „Prepping guide feet“ folgendes: (Ich war so frei es zu übersetzen)

"Ringfüße werden aus mehreren Gründen vorbereitet:
1. Um den Übergang beim Wickeln des Fadens vom Blank auf den Ringfuß zu erleichtern.
2. Um sicherzustellen, dass die Ringfüße flach auf dem Blank aufliegen, sodass keine übermäßige Kraft auf den Blank ausgeübt wird, die zu Beschädigungen/Fehlern führen könnte.
3. Um unnötiges Material zu entfernen, das über den Außendurchmesser des Blanks hinausragt und/oder die Flexibilität des Ringfußes am Ende beeinträchtigt, was zu Rissen und Spalten in den Ringwicklungen und der Oberfläche führen kann."

Ich denke er meint damit folgendes:
Zu 1. Wenn man nicht gerade Fuji Torzite Ringe oder wenige andere sehr gut vorbereitete Ringe verbaut, dann weiß man, dass die meisten anderen Ringfüße nachgeschliffen werden müssen, um Bindegarn, vor allem feine Seide, sauber den Fuß hochzuwickeln.
Zu 2. Man braucht keine Kabelbinder, die spätestens am Spitzenteil nicht besonders gut funktionieren und dazu ein unnötiges Risiko bilden den dünnen Blank zu beschädigen. (Wer mal einen Kabelbinder an einer feinen Rutenspitze durchgekniffen hat, weiß was ich meine.) Außerdem ist das „anknallen“ mit einem Kabelbinder völlig unnötig, wenn man den Ringfuß so vorbereitet, dass er plan aufliegt. Unter Spannung angedrückte Ringe stehen auch im Verdacht dem Blank zu schaden. Deshalb verwenden ja die meisten Rutenbauer kleine Gummis oder Tapestreifen um die Ringe zu fixieren.
Zu 3. Es hält sich hartnäckig die Meinung, dass ein deutlicher „Absatz“ am Ringfuß hier bei Belastung und auf Dauer zu den bekannten Haarrissen im Lack führt. Habe ich auch schon oft bei Stangenruten (auch Sage ab der XP) gesehen, wo die Ringe bekanntlich nicht gründlich angeschliffen werden.

Gruß
Carsten



Geschrieben von Wolfgang-K am 19.12.2025 um 18:08:

 

Hi Frank nun muss ich dir Heute mal etwas helfen, das tut mir zwar weh aber was recht ist muss auch recht bleiben. Diese Form des Griffen habe ich ja schon vor einigen Jahren bei einer CTS von mir aufgegriffen, damals angefixt von Leland, seit dieser Zeit ist es die meist gefischte Rute von mir, da der Griff Enorm gut in der Hand Liegt. Mit der Griff Form hast du etwas sehr Gutes geschaffen, über das Material muss ich schweigen.

Gruß Wolfgang



Geschrieben von fly fish one am 19.12.2025 um 20:42:

 

Lieber Wolfgang,

wow, ist die hübsch! Ganz schlicht, aber der völlig anders geschliffene Griff lässt echt die Kinnlade runter fallen. Das ist ein Plädoyer im Schleifen der Griffe mehr Mut zu entwickeln!

Ich nehme es auch als Inspiration, weil die Kombi aus ganz bravem Kork und fetzigem Schliff echt der Burner ist!

LG,
Frank



Geschrieben von fly fish one am 19.12.2025 um 21:11:

 

Zitat:
Original von Jeronimo66
Lieber Frank,

wenn du mich herausforderst, dann reagiere ich diesmal gerne, auch wenn es deine Faden zu „Baldur, der Trompete von Jericho“ vielleicht etwas belastet. Möchte ja nicht, dass unbedarfte Rutenbauer deinen Tipp für ein Postulat halten.

Tom Kirkman schrieb 2011 in dem Faden „Prepping guide feet“ folgendes: (Ich war so frei es zu übersetzen)

"Ringfüße werden aus mehreren Gründen vorbereitet:
1. Um den Übergang beim Wickeln des Fadens vom Blank auf den Ringfuß zu erleichtern.
2. Um sicherzustellen, dass die Ringfüße flach auf dem Blank aufliegen, sodass keine übermäßige Kraft auf den Blank ausgeübt wird, die zu Beschädigungen/Fehlern führen könnte.
3. Um unnötiges Material zu entfernen, das über den Außendurchmesser des Blanks hinausragt und/oder die Flexibilität des Ringfußes am Ende beeinträchtigt, was zu Rissen und Spalten in den Ringwicklungen und der Oberfläche führen kann."

Ich denke er meint damit folgendes:
Zu 1. Wenn man nicht gerade Fuji Torzite Ringe oder wenige andere sehr gut vorbereitete Ringe verbaut, dann weiß man, dass die meisten anderen Ringfüße nachgeschliffen werden müssen, um Bindegarn, vor allem feine Seide, sauber den Fuß hochzuwickeln.
Zu 2. Man braucht keine Kabelbinder, die spätestens am Spitzenteil nicht besonders gut funktionieren und dazu ein unnötiges Risiko bilden den dünnen Blank zu beschädigen. (Wer mal einen Kabelbinder an einer feinen Rutenspitze durchgekniffen hat, weiß was ich meine.) Außerdem ist das „anknallen“ mit einem Kabelbinder völlig unnötig, wenn man den Ringfuß so vorbereitet, dass er plan aufliegt. Unter Spannung angedrückte Ringe stehen auch im Verdacht dem Blank zu schaden. Deshalb verwenden ja die meisten Rutenbauer kleine Gummis oder Tapestreifen um die Ringe zu fixieren.
Zu 3. Es hält sich hartnäckig die Meinung, dass ein deutlicher „Absatz“ am Ringfuß hier bei Belastung und auf Dauer zu den bekannten Haarrissen im Lack führt. Habe ich auch schon oft bei Stangenruten (auch Sage ab der XP) gesehen, wo die Ringe bekanntlich nicht gründlich angeschliffen werden.

Gruß
Carsten


Ick freu mir, lieber Carsten! Ich hoffte es!
Das ist alles völlig richtig! Und ich habe auch gerissene Lackierungen auf Einstegringen. Wenn ich nicht Seide wickle, schleife ich meine Ringfüße, auch die teuren und eigentlich perfekten Fujis. Es soll nur eine weitere Variante zeigen und das es grundsätzlich möglich ist. Das ist wie ein Dogma (womit ich grundsätzlich Probleme habe), dass es immer heißt: Die Ringfüße müssen geschliffen werden und wenn dann Seidenwicklungen kommen, ein Riesenzinober veranstaltet wird um die angeschliffenen Ringe wieder zu tarnen.

Wenn man Top Ringe hat, sind die perfekt vom Werk vorbereitet und dem Blank passiert gar nix. Die große Daiwa, die Du kennst, hat den Norwegen Urlaub ohne einen Riss im Lack überstanden. Sie wurde genau wie oben Baldur gewickelt.

Die Kabelbinder nütze ich schon immer! Ich ziehe die auch richtig an, aber mit Gefühl und der eigentliche Grund ist, dass ich meine Ringe vor dem Wickeln alle ausrichte - und dann vergesse ich das und wickle nur noch. Ringe, wie das wohl sonst öfter passiert, nach dem Wickeln noch ausrichten ist echt gruselig.

Die ganz dünnen Spitzen kann man auch bis auf den Spitzenring (weil der bei mir mittlerweile auch immer ein Einsteger ist) auch mit den Kabelbindern fest zurren. Man macht das mit Gefühl!! Dann sind die Ringe fest, so das man entspannt wickeln kann. Spannend ist immer der Moment wenn der Kabelbinder abgekniffen wird. Bei den kurzen Ringfüßen der Spitzeteile ist dann noch nicht viel "Zwirn" auf dem Fuß.

Und Du kannst den Druck mit dem Garn, den Kabelbinder aber auf den Blank ausübt, nicht aufrecht erhalten! Ist der Kabelbinder ab, kommt der Ring einen Hauch hoch. Das passt alles ganz wunderbar! "Was man macht, was passiert", da wird auch jede Menge Bullshit verbreitet und zwar schon seit Äonen. Das mal zu hinterfragen mehr als richtig!

Als Zange zum Durchkneifen nutze ich eine ganz feinen Seitenschneider aus dem Elektrikerbedarf und dann darf man den Kabelbinder immer nur von einer bestimmten Seite abkneifen wo er noch Platz zum Blank hat. Man schafft das Abkneifen ohne den Blank zu berühren, auch bei den ganz dünnen Spitzenteilen.

Wie immer ist bei diesen Arbeiten z.B. zwei Brillen übereinander auf der Nase zu haben sehr wichtig.

LG,
Frank



Geschrieben von KilianK am 19.12.2025 um 22:50:

 

Was am Kabelbinder entscheidend sein soll, erkenne ich nicht. Krepp, kleiner Gummiring oder dergleichen erfüllen ebenso den Zweck und sind wohl leichter zu lösen. Einen Torzite anzuwickeln finde ich jetzt nicht besonders schwer.



Geschrieben von fly fish one am 20.12.2025 um 17:03:

 

Die Seide ist eine Ecke dünner als A-Thread und rutscht sonst mit zu vielen Wicklungen unter den Fuß. Es liegen mit Kabelbinder vielleicht 2 - 3 Wicklungen an der Fußspitze übereinander. Die sieht man nicht. Ich habe es mal ohne Kabelbinder versucht, dass war eine Elendsfummelei. Ist ja kein Muss, eher ein Kann, dass eine weitere Option bildet bei ungeschliffenen Ringen. Die hellen Fujis kann man ja schleifen und anschließend wieder polieren, da ist das alles sehr einfach. Nur die Dunklen, die ich vor kurzem für mich entdeckt habe, da finde ich rumschleifen und anschließend wieder schwärzen mit Edding oder Brünieren nervig.

LG,
Frank



Geschrieben von fly fish one am 19.03.2026 um 09:45:

 

Nun ist sie erstmal fertig. Okzident trifft Orient: 500 Euro Blank mit 40 Euro Sougayiling (per Temu, all in) ! Tierisch attraktive Eloxierung. Da zahlt man bei Abel z.B. sehr viel Geld.







mäßi

Die Lackierung der Ringe ist gut geworden, die der Überschübe ist mäßig. Warum die Intransparenz - koa Ahnung ned! Bleibt erstmal so, zu wenig Zeit.

Die Tage zeige ich sie mal den Trutten.

LG,
Frank



Geschrieben von sepp73 am 19.03.2026 um 12:55:

 

Servus,
der Blank ist natürlich geil, der Griff - naja, erlaubt ist bekanntlich was gefällt... Lachen-5

Aber mal zu der Rolle. Das Teil hab ich mir für knapp 30€ auch besorgt, leider hab ich es bisher nicht hinbekommen, das blöde Einweglager zu drehen um auf linkshandbetrieb umzustellen. Mittig auf der Achse sitzt diese gerillte Schraube, die das Lager verdeckt, ich bring das Teil aber ums verrecken nicht auf, da haben die Schlitzis wohl einmal in ihrem Leben eine Schraubensicherung angebracht. Naja, ich werd es, sobald ich die Rolle brauch, mal mit ner Wasserpumpenzange versuchen, vielleicht geht es damit auf. Wenn nicht, weiss ich auch nicht mehr weiter, dann geht das Teil halt in den Fundus, wobei die schon sehr geil ausschaut und -zumindest in die falsche Richtung- auch gut und sauber zu laufen scheint... Denken2
Gruss, Sepp



Geschrieben von miso am 19.03.2026 um 13:18:

 

Zitat:
Original von sepp73
...

Aber mal zu der Rolle. Das Teil hab ich mir für knapp 30€ auch besorgt, leider hab ich es bisher nicht hinbekommen, das blöde Einweglager zu drehen um auf linkshandbetrieb umzustellen. Mittig auf der Achse sitzt diese gerillte Schraube, die das Lager verdeckt, ich bring das Teil aber ums verrecken nicht auf, da haben die Schlitzis wohl einmal in ihrem Leben eine Schraubensicherung angebracht. Naja, ich werd es, sobald ich die Rolle brauch, mal mit ner Wasserpumpenzange versuchen, vielleicht geht es damit auf....
Gruss, Sepp


Mach mal ein Bild! Manchmal sitzt auch noch seitlich eine winzige Madenschraube großes Grinsen



Geschrieben von miso am 19.03.2026 um 13:31:

 

Ich muss da ganz schnell durchscrollen, sonst brennen sich die Farben in meinen OLED ein Lachen-5

@Sepp, Du meintest die Schraube. Würde mal mit einem kelinen Flammwerfer (Créme Brulé) drauf gehen großes Grinsen



Geschrieben von fly fish one am 19.03.2026 um 16:00:

 

Liebste Kollegen,

ich habe beschlossen dieses Problem anders zu lösen: Da ich eh weiter meine linke Hand trainieren muss, als Rutenhand, werde ich die Kurbel rechts lassen. Respekt

Schon die alten Lachsfischer und viele alte Hardy besitzen die Kurbel rechts, aber nicht weil das alles Linkshänder waren, sondern wegen dem "Klonk Klonk" im Drill mit Kurbel links! großes Grinsen

Einen habe ich noch einen habe ich noch: Die Daniellson Control besitzen ja Anti Rerverse und als ich mit denen mal Lachse hatte, habe ich am nächsten Tag echt Muffe gehabt mit einer normalen Rolle zu fischen (einer Abel Super im Wahoo Design großes Grinsen ) und jetzt kommt's: Ich war saufroh das nix angebissen hat! Lachen-5

LG,
Frank


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