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Geschrieben von brugal am 12.02.2015 um 11:06:
wie gesagt ich hatte bis her alle meine ruten mit flexcoat lackiert und da war nach 12 stunden aber immer alles schön hart.auch mit dem daumennagel ging da nix.
warum ich mir nun so sorgen mache...?...weil ich vom letzten mal noch ne rute hier stehen habe die sich nach 3 monaten immernoch eindrücken lässt
Geschrieben von Dienststelle-Ast am 12.02.2015 um 11:40:
Moin,
na 3 Monate ist ja bannich lange ...
Wenn das schon mehrfach passiert ist, würde ich das Produkt wechseln (wenn das nich eh alles aus einer Bude kommt und verschieden gelabelt verkauft wird

), ein Fehler mit den zu mischenden Mengen ist bei Wiederholung wohl auch auszuschließen. Ist das nur einmal passiert, hast Du Dich vielleicht doch mit dem korrekten 1:1 Mischungsverhältnis vertan. Da fehlt dann wohl Härter ...
Oder der Lack ist schon extrem alt, ich verwende ab und an aber noch Threadmaster (Lamar), gekauft 2008, und der wird auch noch wie er soll ...
Auch wurde hier im Forum schon mal diskutiert, ob 1:1 sich aufs Volumen oder aufs Gewicht bezieht. Ist m.E. aber auch zu vernachlässigen, ich bin einer der wenigeren "Waage-Mischer" und hatte bis jetzt auch keine größeren Probleme.
Also ich tät einen anderen Lack probieren und noch gewissenhafter abmessen.
Gruß Tom
Geschrieben von Blaubarschbube am 12.02.2015 um 13:14:
Ne kurze Frage, haben sich im Harz weiße Ausflockungen gebildet? Wenn ja liegt es daran. Diese Ausflockungen müssen wieder flüssig werden. Da erreicht man indem man das Harz im heißen Wasserbad erwärmt.Ist mir auch schon passiert, hab nicht darauf geachtet und dann wars das.
Geschrieben von brugal am 12.02.2015 um 16:16:
nein es waren recht neue gebinde und ich achte auch immer dass nix des gegenpartners in ein fläschjen gelangt.
Geschrieben von silversurfer am 22.02.2016 um 09:47:
Ich wärme das Thema aus gegebenem Anlass nochmal auf.
Momentan baue ich meine FN 15-90g auf und hab jetzt auf dem Handteil die zweite Lackschicht nacheinander, welche nach einer Nacht auf der Wickelbank noch nicht hart ist.
Der Lack bleibt leicht klebrig an der Oberfläche.
Bei der vorhergehenden Rute hatte ich zwischendurch die Probleme auch schon und finde keine Erklärung.
Lack ist von CMW und neu, gemischt wird immer 2x 2ml und gerührt habe ich gestern extra gründlich ca 4 min.
Jetzt sinds schon 4 Schichten auf den Wicklungen und eine 5. Schicht will ich nicht drüberziehen. Die Lackierung vom Handteil kratzen ist auch keine Option, da dann die Beschriftung und evtl der WC ind Vorgriff aus Kork auch zum Teufel wäre.
Kurios finde ich, dass bei gleichen Voraussetzungen einige Schichten problemlos abbinden, und einzele aus der Reihe tanzen und klebrig bleiben.
Habt ihr Ideen?
Gruß
Stefan
Geschrieben von klausmd am 22.02.2016 um 10:11:
hatte ich auch schon das Problem.
bei mir lag es eindeutig am Mischungsverhältnis.
habe jetzt kleinere Spritzen 2-5 ml damit kann ich genauer dosieren und seid dem ist das Problem nicht mehr aufgetreten.
Geschrieben von Norbert am 22.02.2016 um 10:29:
@ Stefan: Das Lackthema kann einen schon fuxen... Wen der Lack nach 2 Tagen noch klebrig ist wir das meiner Meinung nach nix mehr..
Mit dem Abkratzen ist das so eine Sache.. Mit Aceton sollte sich der Lack in diesem Fall entfernen lassen. Ordentlich Aceton auf einen "steifen" Pinsel oder weichen Zahnbürste und los geht`s.
Ist halt eine Sauerei aber es bleibt alles ganz...
Bg Norbert
Geschrieben von silversurfer am 22.02.2016 um 10:34:
Hallo Klaus,
die Spritzen nutze ich schon seit 2010. So richtig Probleme hab ich erst seit ein paar Wochen. (Braun Einweg 5ml)
Gruß
Stefan
Geschrieben von Tölkie am 22.02.2016 um 12:18:
Hi Stefan
ich hatte das Problem vor kurzer Zeit mit dem Flex Coat. Selbst nach 5d war die Lackschicht immer noch ein bisschen weich und klebrig.
Da ich erst zwei Lackschichten drauf hatte, habe ich mich getraut noch mal zu lackieren und siehe es war alles gut. Lack + Härter waren aus dem gleichen Topf wie vorher, vermutlich hatte ich aber nicht genau genug abgewogen...
Aber möglicherweise ist das nicht das gleiche Problem.
LGB
Geschrieben von sepp73 am 22.02.2016 um 13:58:
Da ich den Flexcoat immer sehr verdünne, komm ich auch nicht in Versuchung, nach 5 Std. schon ein vollständiges Aushärten zu erwarten. Ich lackiere immer Abends und lass die Maschine über Nacht laufen. Hatte so noch nie Probleme mit noch klebrigem Lack. Dass man das Zeug auch am nächsten Tag noch mit dem Fingernagel etwas eindrücken kann ist klar, das sollte man auch tunlichst lassen.
Gruss, Sepp
Geschrieben von skilled craftsman am 22.02.2016 um 21:35:
Am rühren liegt es auch nicht . Ich rühre meinen 20 Sekunden und hatte noch nie Probleme
Geschrieben von Moxnox am 22.02.2016 um 22:34:
Entweder du hast wirklich nicht genau gemischt oder aber es ist relativ kalt ist in deiner Werkstatt ist. Wie die meisten chemischen Reaktionen ist auch die Polymerisation in Epoxydharzen temperaturabhängig und verläuft schneller und sogar mit besserem Ergebnis wenn man die Heizung aufdreht.
Das mit dem Mischen finde ich am wahrscheinlichsten, ist mir mal mit einem anderen Epoxyharz beim Wobblerbasteln passiert, ich war echt nur minimal daneben und habe nicht erwartet, dass das so genau gehen muss. Das hat 3 Tage gebraucht um auszuhärten.
Wikipedia dazu: tl;dr
| Zitat: |
| Wie bei allen Reaktionsharzen muss beim Anmischen von Reaktionsharzmassen normalerweise das stöchiometrische Harz-Härter-Verhältnis eingehalten werden – andernfalls verbleiben Teile von Harz oder Härter ohne Reaktionspartner. Bei einem zu hohen Anteil einer der beiden Komponenten bleiben unreagierte funktionelle Gruppen zurück und die Vernetzung ist unvollständig, was zu einem weicheren Produkt und zu klebrigen Oberflächen führt. Einige Epoxidsysteme sind jedoch ausdrücklich für eine Variation des Mischungsverhältnisses innerhalb enger Grenzen geeignet. Dadurch lassen sich Härte, Elastizität und andere Eigenschaften beeinflussen; so wird die Säurebeständigkeit durch einen höheren Anteil Epoxidharz erhöht. Eine inhomogene Mischung der Komponenten hat ähnlich negative Effekte wie ein falsches Verhältnis der Komponenten, da die Polyaddition nur unvollständig abläuft.Die Polyaddition ist stark exotherm. Die entstehende Reaktionswärme kann so groß werden, dass es zum Brand kommt; zumindest können jedoch die Eigenschaften des Harzes durch die Überhitzung negativ beeinflusst werden. Für Bauteile mit großen Wanddicken sollten daher nur niedrigreaktive Harze verwendet werden.Die Verarbeitungsdauer von Reaktionsharzmassen wird Topfzeit genannt. Sie hängt von der Verarbeitungstemperatur, der Einstellung der Reaktionsharzmassen und der Ansatzgröße ab. Übliche Topfzeiten liegen bei einigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden. Während der Topfzeit steigt die Viskosität des Harzes in einer nichtlinearen Kurve immer weiter an, bis schließlich keine Verarbeitung mehr möglich ist. Die Angabe der Topfzeit ist in der Regel bei einem Harz/Härter-Ansatz von 100 g gemacht – das heißt: größere Verarbeitungsmengen haben eine wesentlich kürzere Verarbeitungszeit.Eine Erwärmung des angemischten Harzes verringert die Viskosität und verbessert dadurch im Allgemeinen die Verarbeitbarkeit, verkürzt aber auch die Topfzeit. Niedrigreaktive Epoxidharze benötigen lange Härtezeiten und möglichst eine erhöhte Härtungstemperatur (30 °C bis 40 °C). Eine Erhöhung der Verarbeitungstemperatur um 10 °C bewirkt eine Halbierung der Topf- bzw. Aushärtezeit (RGT-Regel). Bei Bedarf können noch Beschleuniger (hochreaktive Härter) zugegeben werden, die die Reaktionszeit verkürzen. Epoxidharze können zur vollständigen Vernetzung und zum Erreichen einer höheren Wärmeformbeständigkeit nach der Aushärtung einer Warmhärtung unterzogen werden.Beim Warmhärten (Temperung) steigt die Glasübergangstemperatur (Tg) der Matrix um ca. 20 °C bis 25 °C über die maximale Warmhärtungstemperatur an – dies ist der sogenannte Temperaturvorlauf. Raumtemperaturanhärtende Systeme härten bei Raumtemperatur teilweise mit einer sehr spröden Matrix – eine Härtung über 40 °C/5 h bis 6 h beseitigt diese und verbessert zusätzlich die mechanischen Eigenschaften. |
Geschrieben von silversurfer am 25.02.2016 um 14:54:
Hier nochmals Neuigkeiten von der Lackfront.
Ich konnte mich beherrschen und hab die Rute aus Frust nicht gleich
vom Lack befreit. Auf der Rute ist der Lack mittlerweile ausgehärtet und ich nicht mehr leicht klebrig.
Im Becher ist der Lack an der Oberfläche noch leicht klebrig. Man sieht noch
Fingerabdrücke nach brühren der Oberfläche.
Ich kanns mir eigentlich nur über die Temperatur erklären. Aktuell hab ich ca 16°C im Bastelkeller. Bei den nächsten Lackdurchgängen werd ich die Temperatur auf ca 20°C erhöhen.
Gruß
Stefan
Geschrieben von MeFo-Schreck am 25.02.2016 um 15:01:
Die 16°C erklären bzgl. langsamer Aushärtung sehr viel
Geschrieben von Tölkie am 25.02.2016 um 17:11:
Hi Stefan oder auch andere
Denke, Du bist, wenn Du ja richtig gemischt und die Komponenten ok sind, auf dem richtigen Dampfer.
Da wir (unsere Firma) u.a. auch 2K Farben für den Druckbereich herstellen, habe ich ein bisken Ahnung, auch wenn ich kein Chemiker bin, der das genau analysieren könnte. So ganz allg., 2 K Lacke und Farben reagieren miteinander, wenn sie zusammen gefügt werden. Diese chem. Reaktion wird durch Temperatur, aber auch Luftfeuchtigkeit unterstützt. Tendenziell haben wir im Winter mit einer erhöhten, nicht berechtigen Reklamationsquote, zu kämpfen, da die Anwender die Farben bei nicht ausreichender Mindesttemperatur trocknen. Tagsüber ist es in der Produktion schön warm und nachts kühlt es runter, ganz böse, da passiert dann nichts mehr....
Unsere Härter haben einen Mindestbedarf an Temperatur ab 15°C, teilweise auch ab 20°C, sonst passiert da nichts und der Härter liegt wie ein toter Hund im Lack rum. Ganz kritisch wird es, wenn es dazu noch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit gibt, dann fängt der Härter an nur noch mit Wasser zu reagieren und nicht mit dem Bindemittel, dann hat man scheinbar ein ausgehärtetes System, welches aber nicht dauerhaft beständig ist. Nun kenne ich den Härter unserer Lacke aber nicht, auch nicht den Mindestbedarf an Temp., ich würde aber auch nie unter normaler Zimmertemperatur von 20°C gehen und zB auch nie bei einer LF von > 60% arbeiten....
Wichtig, je nach 2K System brauchen unsere Farben/ Lacke bis zu 10 Tage um vollständig ausgehärtet zu sein. Wieder abhängig von der Temperatur! Je wärmer, desto schneller geht das Ganze. Deswegen werden viele 2K Systeme getempert. Ich würde nie, auch wenn der Lack nach 24-48h scheinbar trocken ist, mit der Rute ans Wasser gehen. Wobei das nur eine Vorsichtsmassnahme ist, wie gesagt, ich kenne die genauen Reaktionen der Rutenbindelacke nicht.
LGB
Geschrieben von brugal am 28.05.2016 um 10:27:
Boah...gleicher mist schon wieder...
Könnte es evtl daran liegen,dass ich um den lack blasenfrei und laufig zu halten als mal kurz mit dem heissföhn drüber fächele und sich dabei vielleicht der härter schneller verflüchtigt als er sollte?und dass dann das verhältnis nicht mehr stimmt?
Geschrieben von JRB am 28.05.2016 um 13:42:
Hallo Brugal,
das Erwärmen mit dem Heißluftfön machst du nach dem Auftragen ? Oder im Mischbecher?
Im Mischbecher unnötig, etwas warten und er entgast von alleine....
Ich verwende nur den Flexcoat und hatte noch nie Probleme, nur täte ich ihn nie verdünnen oder das Mischverhältnis (1:1) verändern.
Ich weiß nicht genau was du falsch machst, aber dein Problem hatte ich noch nie....
Wenn du ihn erwärmst wird er kurzfristig flüssiger und du beschleunigst den Trocknungsvorgang, also das Aushärten, aber das er gar nicht härtet klingt für mich nach einem falschen Mischverhältnis....
Wie ermittelst du das Mischverhältnis? Mit Spritze und ml Skala?
Geschrieben von brugal am 28.05.2016 um 16:54:
Ich erwärme nur nach auftragen auf die bindung.dabei wird er schön flüssig,die bläschen platzen alle weg und er läuft schön in den garn rein.ich fächere wie gesagt grad mal so 1-2sec drüber.
Mischen tue ich mit einer 3ml spritze.also 2 spritzen...
Bei mir ist minimalmenge 0.5/0.5 bis max 2/2ml.
Kann sein dass ich sa 1/10tel mm abweichung zu den skalenstrichen habe aber ich mache das schon sehr akribisch.auch beim mischen selbst können schonmal 3-4min vergehen...ich kanns mir auch nicht erklären.hatte extra ein kleines zimmer mit heizung auf max gut vergewärmt und nach 4std ausdrehen moch 12 std direkt über der heizung weitertrocknem lassen.
Ich lackiere auch nur mit flexcoat ohne iso oder anderem zeug
Geschrieben von Reinhard 02 am 28.05.2016 um 17:48:
Ich gehe seit 25 Jahren (oder mehr) mit dem Fön über die Lackierung, um sie erst mal schön zum Laufen zu bringen - funzt perfekt und ich habe mir vielleicht pro 50 Ruten einmal ein Stäubchen dadurch draufgeblasen.
Reinhard
Geschrieben von MadMax am 12.02.2017 um 10:09:
morgen
also ich verwende den flex coat hb. nun seit ca 2 wochen und bin begeistert.
habe auch noch nie probs. gehabt bei mischen.
einziges manko(nur für mich) ist das rasche abbinden bei der ersten lackierung.
aber mit einigen tropfen iso. lässt sich auch das beheben.
werde es mal wie rainer mit einen fön versuchen.
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