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Geschrieben von Hamburger Jung am 11.11.2012 um 12:59:

  Blankempfehlung

Moin, Moin, erstmal.

Also ich bin heute zum ersten Mal auf dieses Forum gestossen und habe mich sogleich angemeldet.

Mein Name ist Marco, ich komme aus Hamburg, bin (noch) 45 Jahre alt und fische seit 16 Jahren mit der Fliege.

Und habe auch so gleich eine Frage an die Experten unter Euch.

Und zwar möchte ich mir im Winter eine Fliegenrute aufbauen. Eigentlich eher unfreiwillig, da die Rute die ich suche nicht mehr hergestellt wird und irgendwie momentan keine gebrauchte auf dem Markt zu bekommen ist.

Ich suche einen Fliegenrutenblank in Klasse #5 zwischen 8 und 8'6ft mindestens 3teilig der von der Aktion her "dem einer Loop Yellow Line" entspricht. Also diese tiefe progressive Aktion mit der sich so herrlich all die ganzen Wasserwürfe ausführen lassen. Meine schicke gelbe Rute ist mir (aufgrund eigener Dummheit) abhanden gekommen.

Über ein paar Empfehlungen würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch,

Marco



Geschrieben von habitealemagne am 11.11.2012 um 14:50:

 

Tach,

Willkommen2

Könnte mir vorstellen , dass Dir die Affinity one zusagt.



Geschrieben von murmeli1965 am 11.11.2012 um 17:26:

 

Die würde ich dir auch empfehlen. Daumenhoch3
Habe sie mir auch speziell für diese Würfe geholt.

Gruß Oldi



Geschrieben von Hamburger Jung am 11.11.2012 um 18:14:

 

N'abend und vielen Dank erstmal für eure Empfehlungen.

Ich habe jetzt mal bei Mike Kühn eine Anfrage gestellt bzgl. einer solchen Rute um zu sehen,
was mich denn so eine Rute vom Fachmann aufgebaut kosten würde.

Weil einen guten Blank beim ersten Mal gleich zu versauen, danach steht mir auch nich der Sinn.
Nicht das ich mir das nicht zutraue (bin seit 30 Jahren Handwerker) aber ein Fachmann kann es mit
Sicherheit besser und ich hätte auch meine Freude daran.

Euch noch einen schönen Abend.

Gruß,

Marco



Geschrieben von Hamburger Jung am 13.11.2012 um 17:29:

 

So ich bins mal wieder.

Also habe (bis) jetzt nichts vom Rutenbauer gehört und daher beschlossen es nun doch in die
eigenen Hände zu nehmen, soll ja mit (Unterstützung des Forums) kein Hexenwerk sein
und ich habe ab dem 19.12. noch 2 Wochen Urlaub, da würde ich das gerne angehen.

Habe mir den Blank Affinity One der mir ja empfohlen wurde angesehen ist mir aber für meine
erste Selbstgebaute zu teuer (würde dann später auf jeden Fall noch kommen, wenn alles sitzt, habe
leider den Hang zum Perfektionismus)

Da ich ja eine Rute mit tiefer progressiver Aktion suche, die auch noch ein wenig Dampf hat, dachte
ich an einen Rainshadow Blank, speziell den RX7. Wäre das in etwa das was ich suche?

Sind ja momentan recht günstig zu bekommen.

Da ich gerne eine echte Klasse #5 hätte in max 8ft frage ich mich ob ich lieber die 764-4 nehmen soll
oder den 805-4? Wie sind die Schnurklassen tatsächlich? Fische sehr gerne die Guideline Presentation in #5, mal so als Anmerkung.

Gruß aus Hamburg,

Marco



Geschrieben von laverda am 13.11.2012 um 20:58:

 

Hi Marco,
die Batson RX7 sind m.E. sehr gute Blanks, davon habe ich schon einige aufgebaut und Dampf aus dem tiefen Rückgrat haben die allemale und werfen lassen die sich ganz prima, auch unterhand.
Wenn du eine 5er Schnur nutzen möchtest, würde ich dir auf alle Fälle raten, einen Blank in #4 zuzulegen, egal, welche Länge. Batson ist in den Schussgewichten einer Klasse ziemlich stringent.
Die #4er haben Schussgewichte von ~12,5gr,
die #5er ~14/15gr,
die #6er ~17gr.
Der #5er Blank wäre mit einer 5er Schnur erst ab Schusslängen deutlich über 12m ausgelastet, die Präsentation ist aber soweit ich weiß mit einer recht kurzen etwas übergewichtigen Keule ausgestattet und da du Rollwürfe erwähntest, wirst du mit dem #4er Blank garantiert besser liegen. Wiege doch die Keule einmal nach.

Gruß vom platten Niederrhein



Geschrieben von Hamburger Jung am 14.11.2012 um 18:06:

 

Hi Laverda,

vielen Dank für dein Feedback, ich hatte ja insgeheim gehofft, dass du etwas schreiben würdest Augenzwinkern

Du scheinst ja etwas von der Materie zu verstehen wie ich ja auch in einigen anderen Foren schon so
gelesen habe (beruflich bedingt?) Ich denke auch so wie ich es schon von einigen anderen gelesen habe,
dass der 4er in 7'6ft das richtige sein dürfte und habe den Blank "jetzt gerade" bestellt.

Bei dem Preis kann man ohnehin nicht viel verkehrt machen und ich freue mich jetzt auch schon drauf, dass Projekt zu beginnen.

Gibt es noch Ratschläge bzgl. Ringe (Größe, Abstand wo kaufen?) und das ganze andere drumherum, was noch so dazugehört.

Ich werde Euch jedenfalls auf dem laufenden halten und bedanke mich jetzt schonmal im voraus für die schon gegebene und (hoffentlich) noch folgende Hilfestellung.

Gruß aus dem Norden,

Marco



Geschrieben von laverda am 14.11.2012 um 19:11:

 

Hi Marco,
jepp, ich habe beruflich mit Kunststoffen zu tun, bin nämlich im Bereich Aus- und Weiterbildung für Kunststoff-Technik tätig.
Der echte Batson Spezialist hier im Forum ist allerdings Fluefiske und an dessen Perfektion reiche ich lange nicht heran und in der Beurteilung der Blanks liegen wir meist auf einer Linie.
Der #4 7´6"er ist ein feines Stöckchen mit ausreichend Rückgrat auch für die Uromas der Portionsforellen. Mit den RX7 kann man ruhig auch die ganz harte Gangart beim Drill einlegen, falls es nötig ist. Vor dem 5er in 9´6" mussten auch schon Fische deutlich jenseits der 5kg kapitulieren.
Bei einem Vorschlag zur Beringung halte ich mich etwas bedeckt, weil ich da meine eigenen Vorstellungen jenseits des Üblichen habe. Ich mag es mit etwas größeren und gerne den einen oder anderen Ring mehr als üblich, da ich recht häufig im Stillwasser mit Schussköpfen fische.

Dazu findest du aber hier im Forum mit Sicherheit Anregungen "satt".

Viel Spaß beim Aufbau und ein gut gemeinter Rat: Fang an zu sparen, ab jetzt brauchst du immer wieder einiges an Kohle für genau die Rute, die dir gerade noch fehlt großes Grinsen

Gruß vom platten Niederrhein



Geschrieben von Hamburger Jung am 14.11.2012 um 19:41:

 

Hi Laverda,

ja du hast Recht, habe die erste noch nicht mal angefangen und schon Bock auf die RX7 Switch
in 10'8ft Klasse #5.

Habe beim Dieter Weiler so viel gutes darüber gelesen, dass ich sage "must have";-)

Überlege ernsthaft die Kleine wegzulassen und gleich mit der Switch-Rute anzufangen, fische ohnehin
fast ausschliesslich an der Küste auf Mefo und an größeren Auen, da brauchts eigentlich keine
kurze in #4, für mal gelegentlich ein paar Äschen.

Mal sehen, muss mal ne nacht drüber schlafen.

Gruß aus Hamburg,

Marco



Geschrieben von MeFo-Schreck am 14.11.2012 um 20:29:

 

Die RX7 Switch sind echt 'ne Show! Zweidaumenhoch
Ich habe die Switch von Erich/Fluefiske (übrigens auch ein Bekannter von Dieter Weiler fröhlich ) in #7 mal werfen dürfen...Selten habe ich so mühelos bis weit ins Backing geworfen Daumenhoch4



Geschrieben von laverda am 14.11.2012 um 20:42:

 

Hi Marco,
da ich sowohl Batson Switch wie auch Quickline Switch aufgebaut habe und oft fische, meine persönliche Einschätzung:
Bei einer Switch für Mefo, würde ich persönlich den 6er oder den 7er PacBay Quickline bevorzugen, die sind von der Aktion ein wenig spitzenbetonter, spritziger als die Batsons.
Der 6er Quickline entspricht vom Schussgewicht (16,2 gr) in etwa dem 5er Batson, der 7er Quickline liegt bei knapp 18gr.

Gruß vom platten Niederrhein

Hi Axel, alter Mefo-Räuber Winken1



Geschrieben von MeFo-Schreck am 14.11.2012 um 20:57:

 

Hallo Siggi, alter Niederrhein-Fliegenwedler Winken1
Die Quickline-Switchblanks habe ich bisher leider nur "nackig" in GG begrabbelt und noch nie "live" werfen dürfen. Dabei hatte sie mir aber gefallen Zweidaumenhoch aber die Messlatte der RX7 lag hoch.
Die RX7 von Erich hatte mir vom mühelosen Handling und Wurfvermögen bei volliger Entspanntheit (Zitat Erich: "Die Rute wirft fast von selbst"...dem stimme ich zu Daumenhoch3 ) sehr imponiert.
Wenn Du aber jetzt sagst, dass Du Quickline im Vergleich vorziehen würdest dann macht das meine zukünftige Entscheidung nicht leichter Augenzwinkern und weckt grosse Erwartungen Applaus



Geschrieben von laverda am 14.11.2012 um 21:29:

 

Hi Axel,
das alles sind wirklich nur Nuancen und ganz klar verbunden mit persönlichem Wurfstil, Vorlieben für eine bestimmte Rutenaktion usw.
Grundsätzlich finde ich, dass sich Batson Switch und Quickline Switch nicht wirklich viel tun, beides sind top Blanks in Sachen Preis/Leistung und fischen/werfen sich sehr angenehm.
Einzig der Unterschied im Schussgewicht bei gleicher "Klasse", man kann eben nur den 6er Quickline mit dem 5er Batson vergleichen und den 7er Quickline mit dem 6er Batson, da die jeweils ungefähr das gleiche Schussgewicht haben.
Wenn man auf Mefo ggf. öfter mal überkopf wirft, bzw mit etwas mehr Wind rechnen muss gewinnt bei mir der etwas spritzigere Quickline, unterhand-Würfe empfinde ich dafür mit dem Batson etwas "sahniger".

Also von besser oder schlechter keine Spur, nur ein Tick anders...That´s it.

Fetten Gruß vom platten Niederrhein



Geschrieben von MeFo-Schreck am 15.11.2012 um 08:04:

 

Dank Dir für diese Einschätzung Winken1
Wenn es "blöd" läuft "muss" ich mir also beide bauen, die Quickline für die Küste und die RX7 für die Auenfischerei Lachen-5



Geschrieben von Hamburger Jung am 15.11.2012 um 10:27:

 

Moin Laverda & Alex,

ich danke Euch für eure Einschätzung bzgl. der Ruten. Entscheidung sieht wie folgt aus:

Habe den kurzen Blank wieder abbestellt, war kein Problem und stattdessen den RX7 Switch #5
bestellt. Da ich sowohl an der Küste als auch an den Dänischen Auen ausschliesslich Underhand,
Switch und Speycast werfe und eigentlich nie Überkopf, habe ich mich für den Rainshadow entschieden.

Ich denke die etwas durchgehendere (progressive) Aktion kommt mir dabei zugute, zumal ich diese
Aktion bevorzuge.

Sollte das Ergebnis so ausfallen wie ich es mir vorstelle (wovon ich ausgehe) wird auch nochmal der
gleiche Blank in Klasse #8 folgen für die etwas schwerere Fischerei z.B. Hecht.

Bis später.

Gruß aus Hamburg,

Marco



Geschrieben von laverda am 15.11.2012 um 15:08:

 

Hi Rutenfreunde,
ich will hier keinesfalls "klugscheißen", möchte aber trotzdem darauf hinweisen, dass progressiv eine Spitzenaktion beschreibt, die durchgängigere Aktion wird als parabolisch bezeichnet.
Insofern ist hier im Blankvergleich der Quickline progressiver als der Batson und der Batson parabolischer als der Quickline.

Hier lesen auch recht viele etwas unbedarftere Rutenfreunde mit und ich hoffe, dass mir diesen Hinweis keiner als Besserwisserei ankreidet.

Gruß vom platten Niederrhein



Geschrieben von Hamburger Jung am 15.11.2012 um 16:41:

 

Hi Laverda,

da du dich in den Dingen auskennst, lasse ich das mal so stehen, erlaube mir trotzdem eine
kleine Anmerkung dazu.

Ich gebe dir Recht, wenn du sagst, dass eine durchgehende Aktion als Parabolisch bezeichnet
wird, was nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass eine Rute deswegen langsam ist.

Progressiv heißt für mich aber nicht Spitzenaktion, sondern eine gleichmäßige tiefe Aufladung
der Rute beim Wurf mitg zunehmenden Aufbau der Geschwindigkeit.

Spitzenaktion heißt für mich, dass eine Rute nur aus der Spitze arbeitet und sich die unteren
Teile so gut wie gar nicht zur Arbeit bewegen lassen zum Beispiel die alte Sage RPL+. Sind für
mich lieblose Stöcker.

Da ich ja ein Freund der Loop Yellow Line (Alte Serie) bin, läßt sich das daran ganz gut festmachen.

Loop selbst spricht ja bei der Rute von einer tiefen progressiven Aktion, was ich auch so empfinde,
die Rute arbeitet aus dem ganzen Blank, nur eine Spitzenaktion hat sie definitiv nicht.

Aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, bisher habe ich es immer so interpretiert und verstanden.

Auf jeden Fall bevorzuge ich eine eher durchgehende Aktion aber nicht langsam fröhlich

Gruß aus Hamburg,

Marco



Geschrieben von laverda am 15.11.2012 um 19:05:

 

Hi Marco,
progressiv bedeutet, dass der Biegewiderstand bei zunehmender Biegung nicht linear zunimmt sondern bei gleicher Auslenkungsänderung die Biegekräfte im Verhältnis der Auslenkungszunahme stark ansteigen.

Beispiel:
Auf den ersten 20cm Auslenkung beträgt die Auslenkungskraft 1N bei den nächsten 20cm Auslenkungszunahme 2N. Gesamtauslenkung 40cm, Gesamt-Auslenkungskraft 3N. Bei voll parabolischer Aktion würden 1,5N bei 20cm und 3N bei 40cm vorliegen. (gibt es so natürlich nicht)

Je progressiver die Aktion, desto größer die Zunahme der Auslenkungskraft für gleiche Auslenkungsänderungen. Je parabolischer die Rutenaktion, desto "konstanter" ist die Kraftänderung für die Auslenkungsänderung, je progressiver desto eher setzt erheblicher Biegewiderstand ein => je progressiver die Rutenaktion desto ausgeprägter geht die Sache in Richtung Spitzenaktion, da ich ordentlich Zunahme an Rückgrat brauche, um einen stark zunehmenden Biegewiderstand zu erreichen.

Die Steigung der Kurve Kraft vs Auslenkung ist progressiv.

Natürlich verwenden Hersteller gerne plakative und phantasievolle Begriffskombinationen und Wortspielereien auch wenn die von der technischen Bedeutung her eher unsinnig sind. Progressiv hört sich toll dynamisch an.

Die Aktion einer Rute enthält stets einen linearen (parabolischen) Anteil, dem sich ein rein progressiver überlagert und beide kann man auch sehr schön messen und ins Verhältnis zueinander setzen. Je parabolischer die Aktion, desto geringer ist der progressive Anteil.

Beispiele von Blanks:
Beim Batson Switch #8 liegt der progressive Anteil bei Auslenkung von 0-15° bei 17%, beim
Quickline Switch #6 bei 19%,
beim Batson RX7 #5, 9´6" bei 21% (ungewöhnlich hoch für die RX7),
bei der AffinityX #3, 10´ bei gut 23%

und das sind Aktionsunterschiede, die man beim Werfen und Fischen sehr schön merkt.

Im Endeffekt ist das aber ziemlich Latte, da Ruten sowieso eher mit blumigen phantasievollen Beschreibungen charakterisiert werden als mit tatsächlich vorhandenen und messbaren Daten und Fakten (s.o.). Leider auch in den sogenannten "Tests".

Sorry für die lange Litanei aber genau das ist genau mein Thema Sorry

Fette Grüße vom platten Niederrhein



Geschrieben von Hamburger Jung am 16.11.2012 um 15:34:

 

Hi Laverda und hab Dank für deine Ausführungen.

Da ich in der Schule schon grottig in Physik war und davon ausgegangen bin, dass in etwa
so eine Antwort kommen würde, bin ich nicht allzu erschrocken großes Grinsen

Ich denke ich verstehe was du mir (und auch den anderen) sagen willst, habe ich doch auch
schon mit Bernd Z. in der Vergangenheit des öfteren über diese Thematik gesprochen.
Dort war es allerdings immer etwas parxisbezogener, da wir genug Ruten vor Ort hatten und
dies direkt ausprobieren konnt mit den verschiedensten Schnüren bei unseren Werfertreffen.

Vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Möglichkeit, dies bei einem persönlichem Treffen
umzusetzen, Werfertreffen und Veranstaltungen gibt es ja genug. Bei solch einer Gelegenheit
würde ich auch meine Loop Yellow Line mitbringen, dann verstehst du vielleicht auch meine
Vorliebe für genau diese Aktion der Rute, die ich hier nicht näher beschreiben kann, man muss
Sie einfach werfen um dieses spezielle Feeling zu erfahren. Man liebt SIe oder hasst Sie.

Viele Grüße aus Hamburg,

Marco



Geschrieben von laverda am 16.11.2012 um 16:09:

 

Hi Marco,
meine Ausführungen sollten NICHT dazu dienen, irgendeine Vorliebe oder nachvollziehbare Beschreibung einer Rute oder Aktion zu diskreditieren. Auch weiß ich, was sich hinter den meisten Beschreibungen für ein Wurfgefühl verbirgt.

Ich selbst sprach schließlich auch von dem Eindruck, die Quickline Blanks seien ein wenig "spritziger" der Batson dafür bei Unterhandwürfen "sahniger".
Rein technisch gesehen sind das 2% Unterschied im (messbaren) Progressionsanteil der Rutenaktion.

Mit der technischen Variante der Aussage hätte ich aber kaum jemand vermitteln können, welches Gefühl beim vergleichenden Wurf sich dahinter verbirgt.

Trotzdem bin ich der Auffassung, dass wir Kunden ein Recht darauf haben, technische Daten eines Produkts von den Herstellern zu erhalten, auf die wir uns verlassen können und die Produkte untereinander auch ohne langes Probewerfen vergleichbar machen. Leider wären dies dann zugesicherte Eigenschaften und diesen im Sinne des verbrauchers rechtlich relevanten Anspruch meiden die Hersteller wie der Teufel das Weihwasser.

Gerade für uns Rutenbauer wären zuverlässige und messbare Blank-Daten /-Kennwerte insbesondere bei Bestellung über das Internet sehr sehr hilfreich. Empfohlene Schnurklassen und beliebig schwammige Aktionsbegriffe sind doch absoluter Murks, wenn ich genau die Rute aufbauen möchte, die mir vorschwebt.

Wenn wir uns mal über den Weg laufen, könne wir das gerne weiter vertiefen, mit Bernd hatte ich auch schon sehr intensive Diskussionen um diese Thema

Gruß vom platten Niederrhein


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