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Geschrieben von Lars am 18.12.2011 um 16:20:

  GelbesRiff Dorschvorfach

Moin,

da die letzte Hochseetour bei mir gut 15 Jahre her ist und sich bei den Materialien einiges getan hat, habe ich mir Gedanken gemacht wie ich meine Dorschvorfächer aufbauen soll.
Hier meine derzeitige Aufbauidee:


Habt ihr Ideen und Verbesserungsvorschläge?
Wo ich bei den Marken sicher bin habe ich diese genannt, bei allen anderen Komponenten hoffe ich auf eure Empfehlungen.

Die Knoten findet ihr bei:
http://www.angelknotenpage.de

Beim Kugellagerwirbel habe ich früher welche benutzt die so aussahen und war damit sehr zufrieden:


Weiß aber nichtmehr wer die hergestellt hat und finde derzeit keine Markenhersteller dafür.

Pilker gieße ich selber (Bergmann, 6Kant u Taumelfische von 50-600g).

Lars



Geschrieben von JEZI am 18.12.2011 um 17:11:

 

Servus Lars,
sieht grundsätzlich ja mal nicht schlecht aus.
Prinzipiell fische ich in solchen Kutter-Situationen fast genau so, nur mit kleinen Abweichungen.
Die Sollbruchstelle lasse ich weg, und die Seitenarme nehm ich bei Kunstköder-Beifängern kürzer (max 8-10cm).
Auf eine Pufferschnur verzichte ich, da die Vorfächer bei mir ziemlich lang sind, meist 1,50-2m und gleichzeitig als Puffer dienen.
Meistens verwende ich auch nur einen Beifänger (ca. 1m über dem Pilker) und einen Zweiten am oberen Ende des Pilkers. Den Pilkerdrilling garniere ich auch gern mit nem Fischfetzen.
Dem Wirbel auf dem Bild würde ich mein Vertrauen nicht schenken. Da hätte ich zu viel Angst, daß sich der Einhänger öffnet. Die nehm ich nur zum Einhängen von Endbleien beim Naturköderfischen. Da ist es meine Sollbruchstelle, wenn das Blei festhängt.
Am häufigsten verwende ich zur Zeit Wirbel von Rosco. Mit denen hab ich nur gute Erfahrungen gemacht. Zum Befestigen der Pilker kannst du ja auch einen Kugellagerwirbel (ohne Einhänger) mit einem starken Sprengring nehmen, das ist wohl das sicherste, was man machen kann. Das benutze ich so zum Heilbuttfischen mit Gummifisch.

Gruß Jens



Geschrieben von Lars am 18.12.2011 um 17:46:

 

Hi JEZI,
danke für die Antwort, dann bin ich ja wenigstens nicht ganz auf drm Holzweg.
Die Sollbruchstelle weglassen ist mir zu Riskant, ich will meine Hauptschnur nicht bei Hängern verlieren, auch wenn das etwas zu lasten der Maximaltragkraft geht.
(Hatte auch schon den Pilkerwirbel als Sollbruchstelle, der ist aber manchmal stärker als angegeben und andererseits oft selbst bei geringen Belastungen kaputt gegangen).
Die Seitenarme hatte ich früher auch kürzer, dachte aber das Längere schon vorteilhafter sind. Als Beifänger Nutze ich primär selbstgebundene "Fliegen"(Fisch, Garnelen u Krabbenimitationen), secundär Natürköder (Makrelenstücke u Garnelen) und nur tertiär gekaufte Gummiköder, mische aber auch manchmal. Den Pilkerdrilling nehme ich entweder mit "Fliege" oder mit Makrelenfetzen.
Was die Pufferschnur betrift, ich habe ja auch eine Vorfachlänge von gut 1,5m, aber früher bei den geflochtenen Dacron-Schnüren manchmal Ausschlitzer gehabt wenn ich keine Pufferschnur nutzte.
Bei normalen Wirbeln dachte ich an VMC.
Die Wirbel oben waren recht schwergängig, da gab es nie Probleme mit.
Gibt es von Rosco auch Kugellagerwirbel? Hab grad keine gefunden.
Zum schnellen Pilkerwechsel finde ich die Sprengringvariante etwas unpraktisch.

Lars


P.S. Im Bild habe ich den Strenknoten aus versehen Strengknoten genannt.



Geschrieben von JEZI am 18.12.2011 um 20:20:

 

Kugellagerwirbel von Rosco kenn ich auch nicht. Wenn´s Kugellager sein muß, nehm ich welche von Berkley. Allerdings nur bei Ködern die Rotieren, um ein Verdrallen des Vorfachs/Hauptschnur zu vermeiden.

Bei Naturködern find ich Seitenarme mit 20cm völlig ok. Fliegen bind ich meist auch sehr kurz an. Kommt aber auch immer auf die Pilktechnik an. Mit kürzeren Armen bring ich auch schon mit kleinen Bewegungen Leben rein.

Außsteiger vermeide ich beim Dorschangeln lieber mit ner etwas weicheren Rute und ner gut eingestellten Rollenbremse. Mit langen Mono-Puffern fehlt auch schnell mal das Grund-Gefühl, und das kann -in meinen Augen- gerade am Riff und Wracks schnell zu Hängern führen.



Geschrieben von Lars am 18.12.2011 um 21:02:

 

Ok, dann werde ich bei den Armen wohl auf ca. 12cm runter gehen.

Es hört sich so an als wärest du von Kugellagerwirbeln nicht so begeistert.
Ich nutze die eigentlich immer an der Hauptschnur um ein verdrallen der Hauptschnur aus zu schließen.

Zu weiche Ruten liegen mir beim Pilken nicht so sehr, aber ich denke bei der "Pufferschnur" kann ich auch auf 2-3m runter gehen, dass sollte fehlendes Grundgeühl ausschließen.

Die Bremse stelle ich eigentlich so ein, dass die Maximalstellung (Multirolle mit Schiebebremse) bei 1/3 der Sollbruchstelle (reller Wert) steht, hier also ca. 3-3,5kg.
Beim Pilken bleibe ich i.d.R. noch etwas vor der Strike-Position.



Geschrieben von Lars am 18.12.2011 um 21:15:

 

Hat jemand von euch Empfehlungen für Vorfachschnur?



Geschrieben von DerOliver am 29.01.2012 um 18:24:

 

Hallo Lars,
ich verwende seit letztem Jahr diese hier. Was Haltbarkeit und Dehnung angeht bin ich sehr zufrieden. Auf dem gelben Riff verwende ich allerdings die 0,80er. Ich binde das Vorfach ca. 1,2 Meter lang. Oben eine Schlaufe, die ich in einen Scandic-Wirbel (z.B. von Jenzi) einhänge, der mittels No-Knot-Verbinder an der Geflochtenen hängt. Meinen Seitenarm setze ich ca. 80-90 cm über den Pilker mit einem Springerknoten, den Seitenarm lasse ich ca. 8-12 cm lang. Zum schnellen Köderwechsel kommt ggf. noch ein Scandic-Wirbel in den Seitenarm. Unten binde ich ebenfalls eine Schlaufe und hänge den Pilker mit einem Scandic-Wirbel ein.
Ich habe speziell am gelben Riff festgestellt, dass das Vorfach durch den Kontakt mit Steinen, Muscheln etc. recht stark verschleisst. Deshalb gibt es bei mir keine Sollbruchstellen. Ich habe 300m Geflecht auf der Rolle, wenn tatsächlich einmal die Hauptschnur beim Hänger abreißt, ist das halb so wild. Meistens sind dann nicht mehr als 20 m weg. Ich wechsle eher mal während des Fischens ein Vorfach, weil es unten rauh geworden ist oder nach dem lösen eines schweren Hängers, um keinen Bruch zu riskieren. Die Schnur wird dann abends ersetzt, die Wirbel verwende ich weiter.
Viele Grüße
Oliver



Geschrieben von mobi am 30.01.2012 um 11:39:

 

Kugellagerwirbel sind beim Pilken mit Beifängern so überflüssig wie ein Kropf. Ich verwende seit Jahren eigentlich nur noch die großen berkley cross lock http://www.breakaway-tackle.co.uk/image/cache/data/Accessories/berkley_cosslock_snap_swivel-500x500.jpg
Sind günstiger und gehen vor allem nicht unkontrolliert auf!! Als Vorfach nehme ich eine normale transparente 0,80 - 1,20 Mono (Hersteller egal) je nach Untergrund wegen Abrieb. Die Beifänger werden einfach mittels "Beifängerschlaufen" http://www.dahmeland73.de/Tipps-und-Tricks/Angelknoten/springerschlaufe.gif eingeschlauft und fertig ist der Lack Daumenhoch4 Auf eine Pufferschnur verzichte ich vollkommen - die Vorfachlänge von ca. 1,5 - 2m empfinde ich als vollkommen ausreichend. Wie vorher schon beschrieben, lieber in eine etwas "weichere" Rute und eine Rolle mit guter Bremse investieren Augenzwinkern


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH