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Geschrieben von charles.bukowski am 31.01.2023 um 12:18:
Diesen Überschub Wickeln? Lackieren?
hey,
ich habe vor einiger zeit einen sage RPL blank in der bucht gekauft.
klasse 8, 9‘6“ und zweigeteilt
der überschub ist von werk aus verstärkt. bin mir aber nicht sicher ob der
bereich auch unterwickelt ist, oder ob es nur ne extra schicht lack ist.
würdet ihr trotzden den bereich mit garn umwickeln und lackieren oder
sollte die ursprüngliche verstärkung ausreichend sein?
danke + VG
Geschrieben von sepp73 am 31.01.2023 um 12:32:
RE: Diesen Überschub Wickeln? Lackieren?
Servus,
verstärkt oder nicht, ich würde immer ein kurze Stützwicklung anbringen...
Gruss, Sepp
Geschrieben von Wolfgang-K am 31.01.2023 um 16:40:
Re: Charles
Servus Charles
Ich sehe das genauso wie Sepp,
schaden kann es nicht aber sieht wesentlich besser aus, denn eine wirkliche Versteifung ist die Wicklung nicht.
Gruß Wolfgang
Geschrieben von Reinhard 02 am 31.01.2023 um 17:10:
Ich habe auf alle meine alten Sage eine kurze Stützwicklung draufgemacht.
Du musst nicht den gesamten Bereich überwickeln, sowas habe ich bei einigen privat aufgebauten Ruten gesehen, gefällt mir aber nicht und ist unnötig.
Bei den modernen Sage ohne das extra Roving wickel ich inzwischen nur noch mit geflochtenen Schnur.
Es gibt genug Beispiele von Sageruten, auch original Aufbauten - zB. meine TCX, die unter der Wicklung gerissen sind.
Reinhard
Geschrieben von fly fish one am 31.01.2023 um 17:50:
Reinhard Rutenorakel wie immer zuverlässig, dass die alten Sage, bei mir die RPL, LL, GFL ZH dies haben, bei der SLT weiß ich gerade nicht und habe keinen Bock zu gucken. Ich habe an meiner LL genau das gemacht was Reinhard nicht mag, fast das ganze Werksroving mit einer zusätzlichen Stützwicklung überzogen. Sicher ist sicher! Ich habe keine 100 Ruten wie unser Rutenorakel, auch haufenweise keine alten Schätze und für mich wäre das so gut wie ein Weltuntergang wenn ich einen Riss bekomme. Ich bin ja stets der Meinung, dass dies immer vom Besitzer verursacht wird und so ganz traue ich mir eben nicht immer über den Weg.
Mein Rat: Lieber länger als kürzer, die RPL sind bei Far Bank aus der Wartung gefallen, d.h. kein Ersatz mehr, gar nicht, niente, nüschts! Ich bin zwar recht sicher, wenn man lieb heulend vor der Tür liegt, bauen sie Dir noch Ersatz, aber, man ist auf den guten Willen angewiesen.
Und die RPLs und vermutlich auch die RPL Plus sind in meinen Augen was ganz besonderes, auf ihre Art echte Altertümer, aber trotzdem sehr sehr gut! Ich werde weiter danach jagen, gab sie wohl auch mal in Ultraleichtklassen usw., dass mag man sich heute fast nicht mehr vorstellen!
Den Anbau meiner paar Altertümer die ich überhaupt besitze, im Gegensatz zum Reinhard, letztes Jahr, die Urlaube die ich weitgehend und ausschließlich mit ihnen fischend verbracht habe, waren denkwürdig und außergewöhnlich!! Ich kann Reinhard mittlerweile vollkommen verstehen, und es geht ja nicht nur um Fliegenruten.
LG,
Frank
Geschrieben von Wolfgang-K am 31.01.2023 um 18:23:
Servus
Als wir einmal Im Schlupfloch waren bei der Deutschen Rutenbau Meisterschaft, hat uns ein Herr Weiß leider seinen Namen nicht mehr, er hielt auch einen Vortrag über Rutenreparatur,
uns Zwei Fliegenruten in die Hand gab, die eine im Original, mit Reichlich Lack auf den Wicklungen.
Die Zweite hatte er komplett die Ringe runter genommen und neu Aufgebaut , mit sehr sparsamer Lackierung und Titan Ringen.
Nun hatten wir also Zeitgleich Zwei gleiche Fliegenruten Modelle in den Händen.
Das war das krasseste was ich je gefühlt hatte, das Original Wappelig mit mächtiger Nachswingung.
Hätten wir es mit verbundenen Augen gemacht , hätte jeder von uns alles geschworen das es unterschiedliche Blanks sind.
Was ich damit sagen möchte, haltet euch von vermehrten Gewichtern fern soweit es geht,
denn sonst wird aus einem Rennpferd ein Ackergaul.
Gruß Wolfgang
Geschrieben von charles.bukowski am 31.01.2023 um 19:23:
danke euch!
werde eine kurze wicklung anbringen!
VG
Geschrieben von Jeronimo66 am 31.01.2023 um 19:55:
RE: Servus
Moin,
die Roving Verstärkung reicht locker. Die von den alten Sage sind auch nicht gerade besonders dünn gewickelt, habe ja mal eine abgemacht. Eine zusätzliche Wicklung ist reine Kosmetik.
| Zitat: |
Original von Wolfgang-K
Als wir einmal Im Schlupfloch waren bei der Deutschen Rutenbau Meisterschaft, hat uns ein Herr Weiß leider seinen Namen nicht mehr, er hielt auch einen Vortrag über Rutenreparatur,
uns Zwei Fliegenruten in die Hand gab, die eine im Original, mit Reichlich Lack auf den Wicklungen.
Die Zweite hatte er komplett die Ringe runter genommen und neu Aufgebaut , mit sehr sparsamer Lackierung und Titan Ringen.
Nun hatten wir also Zeitgleich Zwei gleiche Fliegenruten Modelle in den Händen.
Das war das krasseste was ich je gefühlt hatte, das Original Wappelig mit mächtiger Nachswingung.
Hätten wir es mit verbundenen Augen gemacht , hätte jeder von uns alles geschworen das es unterschiedliche Blanks sind.
Was ich damit sagen möchte, haltet euch von vermehrten Gewichtern fern soweit es geht,
denn sonst wird aus einem Rennpferd ein Ackergaul.
Gruß Wolfgang |
Natürlich kann man mit so einem Gewichtstuning einen krassen Unterschied beim Trockenwedeln erzeugen. Auch klar, dass man dann das Gefühl hat, dass so ein Tuning ebensolche Auswirkungen auf eine Rute beim Werfen haben wird. Wenn aber erstmal eine Fliegenschnur dranhängt, dann wird der Unterschied doch deutlich relativiert. Habe mal drei Ruten mit unterschiedlichen Ringen aufgebaut. Ging hier zwar um die Ringe, aber der Unterschied im Gewicht des Spitzenteils (zweiteilig) lag trotzdem schon bei fast einem Gramm. Der Unterschied beim Trockenwedeln war spürbar, beim Werfen aber kaum noch zu merken. Wenn ich mal lange Weile habe, dann kann ich bei meinen Drillingen ja noch mal eine mit Seaguide Adaman Light Wire aufbauen und vorher auch noch den Lack runterkratzen. Das würde dann bestimmt 2-3g Unterschied im Spitzenteil bringen. Dass ich dann wirklich eine "andere" Rute habe glaube ich aber eher nicht.
Gruß
Carsten
Geschrieben von Wolfgang-K am 31.01.2023 um 23:53:
Re: Carsten
Servus Carsten,
Habe erst vor kurzem meine Rainshedow 9“ #7 neu Beringt da das Garn das ich verwendete Blaumetallic total geschossen war, Karl hatte es damals gesagt, aber wer halt nicht hören will !!!
Da die Lackierungen damals alles andere als sparsam waren, (zusehen im Forum) und die neue Lackierung nun wesentlich weniger ist, ist es echt deutlich zu spüren, wesentlich spritziger als zuvor,
habe nun selber den vergleich, Probiere es mal aus , du wirst überrascht sein.
Gruß Wolfgang
PS: nicht im Zug, sondern in der Rückstellung des Blanks
Geschrieben von Jeronimo66 am 01.02.2023 um 05:57:
@Wolfgang: Das habe ich. Und wenn ich meine drei unterschiedlich aufgebauten Elnetti GTX2 nacheinander werfen, spüre ich annähernd keinen Unterschied, obwohl z.B. die Einstegringe fast 1g weniger auf das Spitzenteil bringen als die Schlangenringe mit ihren zwei Wicklungen. Die Rückstellung mag ja besser sein, beim Werfen spüre ich davon aber fast nichts mehr. Kannste nachlesen, wenn du hier "Drillinge" googelst.
Gruß
Carsten
Geschrieben von fly fish one am 01.02.2023 um 08:54:
Das Sage Roving an dem Überschubteil bei einer 2teiligen und dann noch selber drüber tüddeln und lackieren dürfte keinen Unterschied im Wurf spürbar werden lassen. Ihr könnt gerne machen was Ihr wollt, aber für mich "safty first"! Ich lackiere meine Einbein Recoils dann normal, also weder übertrieben dick noch übertrieben dünn. Ich bin zwar von der Performance überzeugt, aber echte Nachweise durch Gewichtsreduzierung sind sehr schwierig. Mir reicht es so "gefühlt" mit neuen Ringen nicht über den Gewichten der alten zu liegen, aber eben deutlich größere Ringe zu verwenden. Aber auch das ist angreifbar. Also so als Resüme: Leicht, einbeinig, groß und Ringe auf die Überschübe setzen.
LG,
Frank
Geschrieben von habitealemagne am 01.02.2023 um 12:38:
Hi,
da das Netz viele Bilder zweiteiliger Sage Ruten bietet, kann man schauen, wie es Sage bei Fertigruten macht. Also Ringanzahl und Verteilung, und dass da am Überschub eine Wicklung angebracht ist. Also nur so als Beispiel.
Geschrieben von charles.bukowski am 01.02.2023 um 13:32:
genau das war auch mein gedanke heute morgen
hab kurz gegooglet…. so ziemlich alle sage haben ne stückwicklung am überschub.
hätte ich evtl. vor dem erstellen der frage machen können
Geschrieben von miso am 01.02.2023 um 15:21:
| Zitat: |
Original von charles.bukowski
genau das war auch mein gedanke heute morgen
hab kurz gegooglet…. so ziemlich alle sage haben ne stückwicklung am überschub.
hätte ich evtl. vor dem erstellen der frage machen können
|
Die Frage darf man schon stellen. Warum soll ich einen gewickelten Überschub denn nochmals bewickeln? Da hat sich SAGE schon was dabei gedacht, wenn die an dieser Stelle die Rowings so wickeln, damit der Blank, der ansonsten aus unidrektionalen Rowings besteht, nicht aufspleißt.
Du darfst gerne wickeln, weil es schöner aussieht. Dein Faden wird aber nie die Festigkeit der eingelegten Kohlerowings haben, es sei denn, Du benutzt Kevelar
TL Michael
Geschrieben von charles.bukowski am 01.02.2023 um 17:04:
noch ne frage zu deinem einwurf mit dem kevlar. nutzt das jemand, gerade für einen überschub? ist mir mal hier empfohlen worden.
ist ja viel stabiler als bindegarn. würde doch eigentlich an sämtlichen überschüben sinn machen.
oder spricht da was wesentlich dagegen. hätte eine kleine spule kevlar noch tatsächlich da.
VG
Geschrieben von Wolfgang-K am 01.02.2023 um 17:20:
Re: Charles
Servus Charles,
mit Kevelar oder Rowings wäre ich vorsichtig, denn da hättest du an dieser Stelle dann
endgültig eine Verstärkung des Blanks, und das würde sich im Härtefall negativ auswirken.
Wen es blöd geht bricht er an dieser stelle . Bleib bei deinen Normalen Wicklungen.
( Ist meine Meinung)
Gruß Wolfgang
Geschrieben von fly fish one am 01.02.2023 um 17:34:
Wenn es bricht, bricht es eh direkt hinter dem Ende des Einschubes, völlig unabhängig mit was die Stützwicklung erfolgte. Wir haben wenn beide Teile ineinander geschoben sind mal eben den doppelten Durchmesser gegenüber dem Rest des Blanks. Und ja, ich habe schon tolle Aufbauten gesehen, die diese Kevlaroptik regelrecht als Stilmittel einsetzen, ja sogar schon auf Ringwicklungen und das sah toll aus!
Und, lieber Charlie B., was Sage vor 30 Jahren gemacht hat mit voller Ersatzteilversorgung und Garantie vor Verdummung, steht auf einem ganz anderen Blatt! Ich glaube ja auch, dass eine normal schmale Stützwicklung reicht, auch wenn ich selber das anders handhabe. Aber was auch immer, dass Du mir nachher nicht ins Kissen flennst - ich falle als Seelentröster aus!! Ich erscheine dann eher in Albträumen mit der Kettensäge weil eine RPL zerstört wurde!!!
Hauts eini Buam und mochts was wuilst,
Frank
Geschrieben von Reinhard 02 am 01.02.2023 um 19:49:
RE: Charles
| Zitat: |
Original von Wolfgang-K
mit Kevelar oder Rowings wäre ich vorsichtig, denn da hättest du an dieser Stelle dann
endgültig eine Verstärkung des Blanks, und das würde sich im Härtefall negativ auswirken.
Wen es blöd geht bricht er an dieser stelle . Bleib bei deinen Normalen Wicklungen.
( Ist meine Meinung)
Gruß Wolfgang |
Gut, dass du schreibst, dass es deine Meinung ist.
Es enbehrt nämlich jeglicher Grundlage.
1. Das ist ja roving bei den Sageruten - sind die je gebrochen?
2. Viele blankhersteller verstärken ihre blanks um die Verbindungsstellen mit einem zusätzlichen Kohlefaser/Rovingband. Das erkennt man schnell an der sichtbaren Verdickung des blanks an der Stelle.
3. Ich benutze geflochtene Schnur schon seit vielen Jahren gerade als Stützwicklung.
Damit habe ich sogar eine gerissene Stützwicklung einer Spinnrute repariert. Das hält seitdem problemlos.
einfach die Bindegarnwicklung durch eine aus Geflochtener ersetzt.
Entgültige "Verstärkungen" oder auch "potentielle Bruchkanten" hätte man doch an jeder Verbindung an der Oberkante des Zapfens - brechen da reihenweise die Ruten ab?
Selbst wenn eine solche Maßnahme - Kevlar- oder Rovingwicklung - den blank an dieser Stelle versteift macht das nichts aus, solange sich der Rest des blanks nach unten hin weiter normal biegt.
Man hätte dann einfach einen winzig kleinen flatspot.
Es besteht erst dann tatsächlich Bruchgefahr, wenn das gesamte untere blankteil drastisch versteift würde oder zumindest eine sehr großer Teil. Das sind dann aber Fehlkonsruktionen.
Sowas gab es mal von NorthWestern, die Dynemaruten. Deren 1. Generation brach bei Gewaltwürfen regelmäßig ab, da das sehr weiche ST abrupt in ein sehr hartes HT überging.
Da brachen einige Ruten direkt über dem Zapfen ab. Aber das war ein grundsätzlicher Designmangel.
Reinhard
Geschrieben von miso am 01.02.2023 um 20:06:
RE: Charles
Danke Reinhard,
so ausführlich wollte ich das nicht schreiben.
Den Blank versteifen tun nur Fäden oder Rowings, die in Längsrichtung laufen. Alles, was man drum rum wickelt hält nur das Geflecht zusammen. Selbst Unmengen von Lack oder Harz ändern da nicht viel dran, außer dass die Rute schwerer wird.
Also Stützwicklung nur, weil sie schön ausschaut oder nur dann zwingend notwendig, wenn der Blank an der Verbindung nur aus unidirektionalen Rowings besteht.
TL Michael
Geschrieben von Wolfgang-K am 01.02.2023 um 22:32:
Servus
Wollt Ihr mir glaubhaft machen( ich Übertreibe jetzt mal ) das sich drei Lagen Rowing oder Kevlar auf einem Stück Blank genauso Biegen als wie ohne Wicklung. Das ist jetzt aber nicht euer Ernst oder ???
Alle was ich auf einer Fläche aufbringe verändert die Oberfläche, es stellt sich nur zur Frage in wieweit die Veränderung sich auswirkt.
Und Habt ihr schon mal bemerkt das 6-8 cm bei der Biegung Eures Blanks gerade bleiben ?? wohl kaum, denn auch die Steckverbindungen biegen sich mit Oder ??. würden sie das immer noch machen nach einigen
Verstärkungen ?? ohne das es nicht sichtbar wäre wohl kaum.
Also denke ich es hat alles seine Grenzen, nur wo.
Gruß Wolfgang
PS. Jetzt ist schon eine Lage drauf, mit Wicklung 2. ??
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