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Geschrieben von derextremexxl am 31.01.2009 um 23:56:

  Wie kann man beim Aufbau Gewicht einsparen

Hallo

Wie kann man beim Aufbau einer Rute Gewicht einsparen? Aus meiner Sicht sollte man vor allem im Kopfbereich der Rute versuchen etwas Gewicht einzusparen was dem gefühlten Gewicht entgegen kommt.



Was fällt euch noch dazu ein?

Grüße,

Alex



Geschrieben von habitealemagne am 01.02.2009 um 00:23:

 

Um das downforce zu optimieren ist das Wichtige schon gesagt. Man kann insgesamt Gewicht sparen, indem man überlegt, ob die Rute für die Anforderung auch kürzer sein kann, wenn man insgesamt Leichtbauteile hernimmt(auch RH und Griff), oder den leichtesten Blank mit den gewünschten Eigenschaften verbaut. Perfekt wäre es, wenn man seine Rute so aufbaut, das sie mit der Rolle ausgewogen ist, ohne das man eine gewichtige Endkappe hernehmen muss.



Geschrieben von Pikepauly am 01.02.2009 um 13:58:

 

Duplongriffe oder einfach keinen durchgehenden Griff bauen.
Das bringt am Meisten.
Natürlich aber nur auf der "falschen" Seite der Rute. Denken1



Geschrieben von klang am 01.02.2009 um 15:30:

 

Gute Frage.

1. Split Grip
2. RH kürzen so viel wie möglich, dazu RH ohne Reargrip machen (sie Foto)
3. RH mit Arbors aus Schaumkeramik montieren, ohne Sch--- wie Malerklebeband und ähnlich.
4. Kein Decaul und andere schöne Wicklungen
5. Lackierung von Blank entfernen, bis Carbon
6. Kein Wicklung vor Endring



Geschrieben von AngelDet am 01.02.2009 um 16:11:

 

Und welchen Namen geben wir dieser (neuen) Designlinie,
mit "very light ist most beautiful" ?l

Da kommt ja auch was rankes und schlankes raus, ganz im guten alten Barbie-Puppen-Look. großes Grinsen

Slender Look ?

Delgado Design?



Geschrieben von Hamiota am 01.02.2009 um 18:18:

 

Zitat:
Original von AngelDet
.........ganz im guten alten Barbie-Puppen-Look. großes Grinsen ........


und wo bleiben dabei die netten, weichen Rundungen? großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen



Geschrieben von AngelDet am 01.02.2009 um 21:19:

 

Angelrute und Rundungen? Denken1

Das soll doch ein Strich gegen den Himmel sein Baby1



Geschrieben von peterws am 02.02.2009 um 10:27:

 

Nicht vergessen sollte man aber, dass man beim Blank selber wohl das meiste Gewicht sparen kann. Wenn die Grundlage kein extrem leichter Karbonkegel ist, dann hilft aller "mega leichter" Anbau oder sogar verzicht auf solchen wohl kaum.

Ich hatte jüngst so ein "extrem leicht Projekt" gestartet und mir einen entsprechenden Blank aus USA kommen lassen. Hatte den leichtesten Blank der meinen Anforderungen entsprach bei Lamiglas gefunden und bestellt. Musste dann aber zu Hause feststellen, dass die Gewichtsangabe aus dem Katalog nicht richtig war und der Blank effektiv das 1,5-fache Gewicht hatte.

Was ich mit dieser kleinen Geschichte sagen will:
1. Traue keinen Gewichtsangaben aus dem Katalog
2. Beachte, wo man das meiste Gewicht einsparen kann.



Geschrieben von Streamerchen am 02.02.2009 um 13:00:

 

Aber mal ganz im Ernst ....
warum so leichte Ruten? Für mich ist es wichtiger, dass die Rute ausgewogen ist. Ansonsten bin ich Fliegenfischer und fische sowie sehr leichte Ruten. Dabei habe ist festgestellt, das eine Rute mit ein paar Gramm mehr in den höheren Klassen sehr wenig ausmacht, wenn man sowieso schon eine 8er oder 9er Schnur beschleunigen muss. Daher meine ich, das es wichtiger ist, eine Rute solide und stabil zu bauen und dann erst auf das Gewicht zu sehen.



Geschrieben von peterws am 02.02.2009 um 16:43:

  RE: Wie kann man beim Aufbau Gewicht einsparen

Zitat:
Original von derextremexxl
Hallo

Wie kann man beim Aufbau einer Rute Gewicht einsparen? [...]


@Streamerchen

Das war die Eingangsfrage des TE!
Die Zweckmäßigkeit und Alltagstauglichkeit von extrem leichten Ruten sind ganz andere Thema.



Geschrieben von derextremexxl am 02.02.2009 um 19:41:

 

Richtig

Mir geht es nicht darum welches Gewicht bei einer Rute sinnvoll ist sondern nur darum wie man einfach Gewicht einsparen kann.

Häufig ist das Blank ja vorgegeben. Zumindest bei mir! Ich suche mir immer mal ein Blank und schaue dann was ich draus mache. Einige Blanks möchte ich dann möglichst leicht aufbauen, da ich mir denke es wäre das Beste für dieses Blank.

Wie sinnvoll ist das den Lack Zwecks Gewichtsgründen abzuschleifen? Kann man ihn bis aufs Blank abschleifen ohne dieses zu beschädigen? Und dann unlackiert lassen? Denke so etwas dürfte doch einiges bringen. Zumindest mehr wie jede Wicklung 1mm kürzer zu machen. Wenn man bedenkt was man hier für eine Fläche hat wo man dann "spart".

Grüße,

Alex



Geschrieben von AngelDet am 02.02.2009 um 21:06:

 

Wichtig ist ja, dass so ein schöner Epoxidharz-Lack die Blankwandung auch gut schützt, zumindest gegen Kratzer und scharfe Kanten. Daumenhoch2

Die Oberfläche der beiden Standardteile ST und HT läßt sich berechnen.
Braucht man nur noch die Schichtdicke, ich schätze mal 0,1-0,2mm und das spezifische Gewicht des trockenen Lacks (um 0.5 g/ccm)

Also bei einem Beispielrohr ohne Konus käme das heraus:
Rohrlänge L, Durchmesser D, ergibt sich Oberfläche F.
F= L*D*Pi
Das Lackvolumen VLk aus Lackschichtdicke DLk mal Oberfläche F.
VLk = DLk*F
Das Gewicht des Lackes ergibt sich aus spezifischen Gewicht mal Volumen.
GLk= SGLk*VLk
code:
1:
2:
3:
4:
L    D    F       DLk  VLk     SGLk	 GLk
(mm) (mm) (mm^2)  (mm) (mm^3)  (g/cm^3)  (g)
1400 10   43982,3 0,2  8796,46 0,5	 4,4

Rund 4g von einem HT, von einem ST vlt. 2g ?



Geschrieben von Rodmaker am 02.02.2009 um 21:56:

 

Hallo liebe Gewichtsfetischisten,

Manche können es wirklich berechnen, wieviel Gewicht die Lackierung einer Rute hat. Der Unterschied ist nicht gerade erheblich. Ich habe eine Fliegenrutenblank von mir genommen.
4 teilig Aftma 4 , 8´6 . Der Blank hat 44 g. Wie der Zufall es will, habe ich mir auch unlackierte Blanks machen lassen. Also der ganz gleiche Blank. Unlackiert hat er 43 g. Davon hat das Handteil alleine schon 18 g. Also der Teil der durchaus schwerer sein darf, da es ja für die Ausgewogenheit besser ist. Die restlichen 3 Teile haben 25 g. oder andersgesagt spar ich mir bei diesen 3 Teilen ein Gewicht von ca. o,6 g. Klar, wär das nötig hat soll es tun. Ein schlangenring der Größe 5 wiegt (je nach Hersteller) zwischen 3,5 g und 4,5 g. Ein Einstegring (ohne Einlage wiegt ca, 0,1 g weniger (ohne Lackierung) wobei der Steg bei Einstegringen fast doppelt so lange ist und ich normalerweise hinter dem Ring auch einige wenige Wicklungen mache) also gewinne ich fast nichts, Der Schlangenring Größe 1 wiegt ca 2 g. ebenso ca. der Einstegring. Ich glaube damit dürften fast alle Fragen zur Gewichtsreduzierung bei Ringen beantwortet sein.

Karl



Geschrieben von AngelDet am 02.02.2009 um 22:07:

 

Ich habe gerade nochmal ein wenig gestöbert,
vor allem nach dem spezifischen Gewicht einer Epoxid-Lackbeschichtung.
Das liegt je nach verwendeten Bestandteilen irgendwo 0.95 bis 1.20 g/cm³, mit 0.5 doch arg zu niedrig angenommen.

Das Beispiel mal verfeinert, ein typischer schlanker Spinblank von 9ft,
das HT von 12 auf 8mm gehend, das ST von 9 auf 2mm gehend,
darauf ein kräftiger Klarlackauftrag von 0.2mm, das ist die einzige variable Größe für das jeweilige Blankfabrikat.

Dann schaut das in Weiterführung der obigen Formeln so aus:
code:
1:
2:
3:
4:
5:
6:
7:
L     D1  D2   F     D-Lk V-Lk    SG-Lk    G-Lk
(mm)  (mm)(mm)(mm^2) (mm) (mm^3)  (g/cm^3) (g)
1400  12  8    43982 0,2  8796    0,95     8,36
1400  9	  2    24190 0,2  4838    0,95     4,6
                                          12,95 Summe



Geschrieben von Rodmaker am 02.02.2009 um 22:12:

 

Hallo, Fechten

vielleicht noch eins Duplon und Kork. Beide haben bei unterschiedlicher Qualität auch unterschiedliches Gewicht. Ich habe ein 30 cm langes Duplon und ein 30 cm langes Korkstück gewogen, beides mit 25 mm Durchmesser und mit einer 8 mm Bohrung. Der Kork wog 46,5 g , der Duplon 44,2 g. Liebe6

Wie uns die Waage des Lebens immer wieder beweist,
nimmt das Leben manches viel schwerer, und manches nehmen wir viel leichter wie es denn tatsächlich ist. (oder auch umgekehrt)

Karl



Geschrieben von Olaf Karsten am 02.02.2009 um 22:16:

 

Als erstes hilft mal eine präzise Waage - nicht so eine mit 2g Auflösung. Dann merkt man wirklich schnell was relevant ist. Lass den Lack lieber dran. Ich habe noch niemanden gesehen, der den Lack runterschleifen kann und dabei die Fasern unbeschädigt lässt.

Das wesentliche wurde ja gesagt.

Das meiste Gewicht hat meist der Rollenhalter und der Griff und wer sowas nimmt Endkappe, Windingcheck. Hochwertiger Kork ist auch schwerer als schlechter - hat ja weniger Luftlöcher.

Ringe klar - je nach Anwendungsbereich nehme ich einen normalen Laufring als Spitzenring. Letztere sind nämlich unverschämt schwer. Zudem gibt es im Microbereich keine passenden Spitzenringe.

Olaf



Geschrieben von karpfenkuno am 03.02.2009 um 10:18:

  RE: Wie kann man beim Aufbau Gewicht einsparen

Zitat:
Original von peterws
Zitat:
Original von derextremexxl
Hallo

Wie kann man beim Aufbau einer Rute Gewicht einsparen? [...]


@Streamerchen

Das war die Eingangsfrage des TE!
Die Zweckmäßigkeit und Alltagstauglichkeit von extrem leichten Ruten sind ganz andere Thema.


Wenn man so einseitig radikal an das Thema rangeht, ist die Antwort schnell gefunden: alles, was an den Blank kommt, erhöht das Gewicht, folglich darf möglichst wenig Material auf den Blank kommen.
Eine Rute braucht einen Griff, RH und Ringe. Konzentrieren wir uns mal darauf:
Griff: kann komplett wegfallen, ein Rollenhalter reicht aus, Endkappe, Kork- oder Duplon sind nicht unbedingt notwendig
Rollenhalter: 1. Variante: direktes Anbinden der Rolle, geringstes Gewicht, Problem Rolle kann nicht gewechselt werden
2. Variante: kleine Schubringe direkt auf dem Blank
Ringe: möglichst wenig, möglichst kleine Titanium-Einstegringe; warum zur Gewichtsoptimierung nicht eine 4+1 mit 20er-Starterring.
Weglassen jeglicher Gimmicks wie Zierwicklungen, Beschriftungen, unnötig langer Ringwicklungen, Winding Checks.

Eine gewichtsoptimierte Spinnrute wäre also eine Rute, ohne Griff nur mit zwei kleinen Schubringen, und nur wenigen Ringen. Eine solche Rute mag nicht unbedingt beim täglichen Fischen besonders geeignet sein, aber sie ist die leichteste. Vielleicht kann man noch etwas mehr Gewicht sparen, wenn man den Blank etwas anschleift, am Handteil lassen sich damit bestimmt 0,005g ohne allzu großen Verlust an Stabilität einsparen.

P.S.
Achtung Ironie Lachen-5
(ich mußte mir dies mal von der Seele schreiben)



Geschrieben von Olaf Karsten am 03.02.2009 um 10:52:

  RE: Wie kann man beim Aufbau Gewicht einsparen

Nun Kuno vom Karpfenteich:

So abwegig ist das gar nicht. Ich binde meine Rolle bei UltraUltraleicht in der Tat an. Ein gute Rolle hält ein paar Jahre und wenn sie kaputt geht, wechselt man sie halt. Aufschrauben und fetten geht auch an der Rute. Allerdings wird sie an den Griff gebunden, nicht an den Blank. Der Griff ist bei den Blankduchmessern eher nicht verzichtbar. Man kann ihn aber kurz halten.

Auch der "alten" gute alte Klapprollenhalter kann durchaus in Betracht gezogen werden, wenn man glaubt die Rolle permanent wechseln zu müssen.

Nun kleine leichte Titaniumringe sind auch eine gute Wahl. Wenn man Ringe bekommt die hoch genug sind, kann man auch einen 12 Startring nehmen.

Ich weiss gar nicht warum es bei dem Thema immer wieder Leute gibt, die sich da scheinbar provoziert fühlen. Wir UL-Junkies fangen ja auch nicht an zu weinen, wenn die harten Jungs ihren Prügeln auch noch Gewicht in den Hintern schieben.

Nase



Geschrieben von AngelDet am 03.02.2009 um 11:12:

 

Wie ich gerade oben mal nachgerechnet habe, ist das aber gar nicht so wenig Gewicht - abhängig von der Schichtdicke, wie die Praxis auch zeigt. Die SS3 sind merklich leichter ohne Klarlack als eine ähnliche VHF mit einigem Klarlack, das fällt doch doll auf, für die nackte Spitze gibt es Hinweise min. 5g Differenz, wie einige Messungen zeigen, wie auch immer sich das genau verteilt.

Und an der Spitze, also das ST, da ist es wichtig, weil es Abtrieb über den langen Hebel erzeugt und die gerne beschimpfte Kopflast in der Majorität daher kommt. Am HT sind 50g ziemlich egal, im Griff gut verteilt sogar sehr angenehm, am ST stört aber jedes Gramm Abtrieb.

Kuno hat es richtig beschreiben: Alles dazu bringt Gewicht.
Manches braucht man aber halt, ein schwererer Blank kann mit seinen Eigenschaften gerade der Spitze passender sein. Ein empfindlicher Blank ist durch einen harten Klarlack wesentlich besser geschützt als voll-nackt, viele Ringe bringen bessere Belastbarkeit und sogar mehr Wurfweite bei richtiger Abstimmung, darauf will ich ja nicht verzichten. Zumindest wenn es um gut einsetzbare Werkzeuge geht, die ihren Dienst in rauhen Situationen bestehen, dann braucht man bestimmte Eigenschaften.

Insofern sind es 2 gegenläufige Richtungen, woraus es wie immer nur Kompromisse geben kann:

- "Heavy Style", alles auf robust, haltbar und stabil gebaut, 2-Beinringe, Unterwicklungen, Schutzlackierungen, Wicklungen für die Ewigkeit, Kevlarpanzerung, GFK-Anteile oder Schichten ....

- "Light Style", alles auf möglichst federleicht und unmerklich gebaut, 1-Beinringe dünnster Art, evtl. sogar 1-Bein 1-Stegringe , verzichten auf soviel wie möglich - wie oben mehrmals aufgeführt, spartanische Blanks dünnster und leichtester Bauart.

Ich finde beides wichtig, angepaßt zum Einsatzzweck.
Auf optische nur Gewicht einspeisende Gimmicks kann ich am ehesten verzichten. großes Grinsen
Am besten ist es, wenn man einen guten Kompromiss findet, also z.B. einen leichteren Ring, der keine Nachteile hat und die gleiche Stabilität und Leistung erbringt. Dann kann ich durch technischen Fortschritt dem Widerspruch ein wenig entkommen, die Machbarkeitsgrenze nach vorne schieben. Oder man bekommt durch genauere Untersuchungen heraus, wo man straffrei einsparen kann, wie Ringfüße verändern. Dann bekomme ich wieder leichter ohne Einbußen. Sowas sehe ich als Herausforderung an das Tüfteln und Verbessern, und nur so kann wesentlich verbessertes Angelgerät entstehen.



Geschrieben von Olaf Karsten am 03.02.2009 um 11:26:

 

Die Frage ist, kriegt man den Lack ohne Beschädigung der Fasern ab.

Und wie sieht der dann aus? Möglicherweise ist das mattrauhe Ding dann gar nicht mehr aerodynamisch weil im Gegensatz zu nanoversiegelten Lackoberfläche der Luftwiderstand an der rauhen Oberfläch ungleich höher ist --- Hat einer ein Windkanal im Keller?

Olaf


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